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Erkelenz: Gospelchor RejoiSing mit "Chor-rona"-Projekt

Youtube-Video statt Probe in Erkelenz : RejoiSing mit „Chor-rona“-Projekt

Gregor Meyles „Du bist das Licht“ ist als besondere Coverversion des Gospelchors auf Youtube zu sehen. Aus einer bloßen Idee entstand ein großartiges Ergebnis.

Sie standen kurz vor dem Abschluss der Proben für ein Konzert, als das Coronavirus für eine „Vollbremsung“ sorgte, wie Martin Fauck sagt. Er ist der Chorleiter des bekannten Gospelchores RejoiSing. Seit dieser Zeit hat keine einzige Probe mehr stattgefunden, seit dieser Zeit ist es freitags in den Abendstunden still im evangelischen Gemeindezentrum an der Martin-Luther-Straße.

Trotzdem haben die Chorsängerinnen und Chorsänger mit einem besonderen Projekt auf sich aufmerksam gemacht. Die Initialzündung dazu lieferte Faucks Ehefrau Dagmar. Denn: Ein „Chor-rona“-Cover ist entstanden, bei dem die Sänger zwar alleine, aber doch zusammen singen. Ihr Titel: „Du bist das Licht“ von Gregor Meyle.

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Elisa Weidemann, eine der Altistinnen im Chor, war an der Umsetzung nicht ganz unbeteiligt. Sie arbeitet im Tontechnikbereich und begeisterte zusammen mit Dagmar Fauck den Chor per WhatsApp, den Song einzusingen und ein Video zu drehen. Unterstützung gab es obendrein von Dirk Ullendahl, dessen Firma Klangtechnik Ullendahl in Wegberg beheimatet ist. Die Idee kam bei den Chorsängern großartig an, hatte man sich doch lange nicht gesehen, ganz abgesehen von den liebgewonnenen Proben, die nun nicht mehr stattfanden.

Rund 30 der insgesamt 42 Chorsänger machten sich an die Arbeit, nachdem Elisa Weidemann quasi Anleitungen für die Aufnahmen geschrieben und Martin Fauck das heimische Wohnzimmer zu einem Tonstudio umfunktioniert hatte, um per E-Piano und akustischem Klavier die Melodie einzuspielen. Alle Gesangsspuren hat Dirk Ullendahl zusammengefügt. Unterdessen bekam es Elisa Weidemann mit den Videos zu tun, sodass schrittweise ein tolles Ergebnis zustande kam – vorher wusste schließlich niemand so genau, wie ein solches aussehen würde, hat der Chor zuvor doch nie so gearbeitet. Fauck erklärt: „In den Proben, die unter anderem auch in Kleingruppen stattfinden, zeigt sich, wie wichtig jeder einzelne Sänger ist. Da darf sich niemand hinter dem anderen verstecken. Es kommt auf jeden an.“ So zu arbeiten, schloss das Projekt allerdings gänzlich aus. Und doch: Martin Fauck freute sich sehr, wie gelungen das Ergebnis ist. Längst ist das Video auf Youtube zu sehen und zu hören. Die Reaktionen darauf machen den Chor stolz: „Habe Tränen im Auge“ oder auch „Geht unter die Haut“ ist zu lesen.

Wenn alles gut läuft, sollen die Proben nach den Sommerferien coronakonform wieder aufgenommen werden. Bis dahin gibt Martin Fauck schmunzelnd noch ein Rätsel auf: „An welcher Stelle im Video macht der Klavierspieler einen Fehler?“