Erkelenz: Geldautomat in Postbank am Kölner Tor gesprengt - Flucht in dunklem Audi

Geldkassetten in Erkelenzer Poststelle erbeutet : Unbekannte sprengen Geldautomaten und flüchten mit Audi

Unbekannte sprengen einen Geldautomaten an der Postbank-Filiale in Erkelenz, springen in einen dunklen Audi und rasen mit hoher Geschwindigkeit davon. An der niederländischen Grenze verliert die Polizei die Täter aus den Augen.

Am Donnerstag (15. August) um 4.05 Uhr schlagen die unbekannten Täter zu. Sie sprengen einen Geldautomaten in der Poststelle an der Bushaltestelle Kölner Tor. „Anwohner wurden durch den lauten Knall geweckt und sahen ein dunkles Auto, das vor der Filiale stand und in dem eine Person saß“, berichtet Polizeisprecher Karl-Heinz Frenken. Dann kommen zwei dunkel gekleidete und maskierte Personen aus dem Gebäude, steigen in das Fahrzeug – ein dunkler Audi – und rasen davon.

Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein und benachrichtigen ihre niederländischen Kollegen. Das letzte Mal gesehen wurde der dunkle Audi, als er mit hoher Geschwindigkeit auf der Landstraße 19 zwischen Erkelenz und Gerderath und kurz darauf auf der Landstraße 117 in Richtung Wassenberg-Rothenbach (Bundesgrenze) fuhr, berichtet die Polizei. Dort verlieren die Beamten das Fahrzeug aus den Augen, und die Täter können entkommen.

Durch die Detonation wurden der Geldautomat und der Eingangsbereich des Gebäudes, in dem sich die Poststelle und eine Filiale der Postbank befindet, erheblich beschädigt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei haben die Täter mehrere Geldkassetten erbeutet. Über die Höhe der gestohlenen Geldsumme gibt es keine Angaben. Die beschädigte Poststelle und Postbank-Filiale bleiben vorerst geschlossen. Wann sie wieder öffnen werden, ist noch unklar. „Wir müssen vor Ort nun zunächst eine Bestandsaufnahme machen, um sagen zu können, wie lange es dauern wird, die Schäden zu beheben“, erklärt Ralf Palm, Pressesprecher der Postbank. Frühestens am Freitag (16. August) könne man eine verlässliche Aussage darüber treffen, wie lange die Filiale nach der Geldautomatensprengung geschlossen bleiben muss.

Die Ermittlungen der Polizei dauern an. In der Grenzregion wurden in den vergangenen Jahren wiederholt Geldautomaten gesprengt. Zeugen des Vorfalls und Personen, die Angaben zum Fluchtfahrzeug oder der Identität der gesuchten Täter machen können, werden gebeten, sich beim Kriminalkommissariat 2 der Polizei in Heinsberg unter der Telefonnummer 02452 9200 zu melden.