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Erkelenz: Gelagertes Papier brennt, Feuerwehr vier Stunden im Einsatz

Einsatz auf Drekopf-Gelände Erkelenz : Gelagertes Papier brennt – Feuerwehr vier Stunden im Einsatz

Bei einem Entsorger in Erkelenz fing Papier Feuer. Das Lob der Feuerwehr galt den umsichtigen Mitarbeitern vor Ort.

Lose gelagertes Papier fing am Mittwochnachmittag auf dem Drekopf-Gelände in Erkelenz Feuer. Um 14.38 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, die bei ihrem Eintreffen am Einsatzort bereits Mitarbeiter des Entsorgerunternehmens antrafen, die mit ersten Löschmaßnahmen beschäftigt waren. Dennoch: Bis 19 Uhr waren die Erkelenzer Wehrleute mit der Brandbekämpfung beschäftigt.

Nach Angaben von Helmut van der Beek, der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Erkelenz, ist das Unternehmen mit der Sortierung von Altpapier beschäftigt, das im Anschluss gepresst wird. Feuer fing aber noch loses Papier in einer Lagerhalle. Wie es dazu kam, ist noch unklar, „möglicherweise ist es aber so, dass in den Papiertonnen Lithium-Ionen-Akkus gelandet sind, die die Leute auf diesem Weg einfach entsorgen. Bei der Verarbeitung gehen sie dann in Flammen auf. Dies passiert leider häufiger. Daher können die Mitarbeiter des Entsorgers damit auch gut umgehen“, so van der Beek.

Die Mitarbeiter begannen schnell damit, das Feuer mit vier Strahlrohren zu bekämpfen, zusätzlich zogen sie das Papier mit Radladern und Baggern auseinander. Die Feuerwehr begann sofort mit der massiven Brandbekämpfung, damit die Flammen nicht auf die Lagerhalle übergriffen. Die Wehrleute bauten gleich drei Wasserversorgungen auf, in Spitzenzeiten arbeiteten die Wehrleute mit einem Dachwerfer des Tanklöschfahrzeuges (TLF 4000) aus Holzweiler, einem B-Rohr und bis zu sechs C-Rohren. Helmut van der Beek sprach in diesem Zusammenhang von einer „Schlauchschlacht“. Zusammen mit den Drekopf-Mitarbeitern zogen die Feuerwehrleute das Brandgut komplett auseinander und setzten weiterhin Netzmittel (wie Seife, wird von hinten durch das Strahlrohr geschoben und so dem Löschwasser beigemischt) ein.

Das Lob der Feuerwehr galt den Mitarbeitern des Entsorgungsunternehmens. Helmut van der Beek: „Das war super. Diese Leute, die dann auch die Brandsicherheitswache übernommen haben, werden dankenswerterweise regelmäßig geschult.“ Der Wehrleiter sprach übrigens auch die Situation rund um die Corona-Krise an: „Das ist im Einsatzfall, wenn feuerwehrtechnische Maßnahmen greifen müssen, sehr schwierig, aber wir achten darauf, dass unsere Leute Abstand halten.“

Gegen 19 Uhr beendete die Feuerwehr mit mehr als 60 Wehrleuten diesen Einsatz, den Wehrleiter Helmut van der Beek leitete. An der Einsatzstelle waren der Löschzug Erkelenz-Mitte und die Löscheinheiten Venrath, Borschemich, Kückhoven, Holzweiler sowie der Umweltschutzzug mit den Einheiten Schwanenberg und Gerderhahn.