Erkelenz: Friedhelm Göhl ab 2020 neuer Vorsitzender des Stadtsportverbands Erkelenz

Mit Ideen die Sportstadt Erkelenz fördern : Für den Ruf als Sportstadt arbeiten

Der Stadtsportverband Erkelenz hat mit Friedhelm Göhl bereits jetzt einen neuen Vorsitzenden gefunden. Der 67-Jährige hat viele Ideen.

Mit dem neuen Vorsitzenden Friedhelm Göhl will der Stadtsportverband Erkelenz 2020 in eine neue Ära starten. Nach dem Rücktritt des Amtsinhabers Daniel Schwarz und des Stellvertreters Peter Peidl wurde das kooptierte Vorstandsmitglied Göhl bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in einer vorgezogenen Vorstandswahl zum Vorsitzenden gewählt. „Man hat mich gefragt“, antwortet Göhl auf die Frage nach seiner Wahl. Offensichtlich glaubt der SSV mit Göhl den richtigen Mann an der Spitze gefunden zu haben. Nach der Satzung hätte die nächste Vorstandswahl bei einer ordentlichen Sitzung erst im März stattgefunden. Doch wollte der SSV nicht bis dahin warten.

Der SSV müsse mehr als bisher in Erscheinung treten, meint der 67-Jährige. „Er muss seine Funktion als Bindeglied zwischen Politik und Sport wieder stärker akzentuieren.“ Es reiche nicht aus, als Schirmherr, etwa beim Citylauf, oder als Mitveranstalter bei einer Sportlerwahl zu fungieren. Der SSV habe im Laufe der Zeit immer mehr eine reagierende Rolle eingenommen. Die Gemeinschaft der Sportvereine in Erkelenz sei weit entfernt von der Zeit, als es noch einen in der Stadtverwaltung angesiedelten Geschäftsführer gab. Diese Zeit werde sicherlich nicht wiederkommen, weiß Göhl. Aber er will wieder kürzere Wege einführen, intensivere Kontakte zwischen der Verwaltung und den Vereinen knüpfen. „Es ist auch im Sinne aller Vereine, wenn Erkelenz seinen guten Ruf als Sportstadt behält.“

Gleich drei „Baustellen“ gibt es nach Ansicht des ETV-Mitglieds Göhl; die Beziehung zwischen Stadt und SSV, die Funktion des SSV und die Zusammenarbeit zwischen SSV und den einzelnen Vereinen als seine Mitglieder. Die Beziehung zur Stadtverwaltung und der Politik beinhaltet nicht nur, den Ruf als Sportstadt zu fördern oder zu betonen. „Dazu gehört auch unser Engagement bei Neubürgern. Wir wollen gerne Ansprechpartner sein, wenn Kontakte zu Vereinen oder Informationen über Sportarten gewünscht sind.“ Auch würde sich der SSV gerne mehr einbringen, wenn es um die Verteilung von Sportstätten an die Verein geht. Eine besondere Stellung kommt den SSV bei der vom Land NRW geförderten Unterhaltung von vereinseigenen Sportstätten zu. „Die Vorschlagsliste über die von Vereinen beantragten Fördermittel wird von uns beraten und begutachtet.“ Kein Geheimnis sei, dass insbesondere die Beachvolleyballer, aber auch die Schützen und die Tennisvereine schwerpunktmäßig auf Fördermittel hoffen.

Im Verhältnis zu den Vereinen schwebt Göhl eine intensivere Unterstützung vor. „Wir wollen sie bei der Organisation und der Durchführung von Veranstaltungen beraten und begleiten, was allerdings nicht bedeuten kann, dass wir Aufgaben übernehmen, die mit der sportlichen Durchführung im Zusammenhang stehen.“ Kampfrichter oder Zeitnehmer fallen nicht in das Tätigkeitsfeld des SSV, da müssen die Vereine schon selbst aktiv werden, wohl aber Überlegungen, wie Vereine und Veranstaltungen gefördert werden können.

Die Sportvereine und insbesondere die Jugendabteilungen haben für Göhl eine Zukunft: „Der Sport ist eines der wenigen Dinge, bei denen soziale Kontakte geknüpft oder gefestigt werden und wo Gemeinschaft gelebt wird.“ Zudem sei Sport bekanntermaßen gesundheitsfördernd und deshalb auch eine wichtige Größe im Seniorenbereich, sagt Göhl. Eine dritte Rolle soll der Sport in Erkelenz, vertreten durch den SSV, übernehmen: „Wir müssen uns stärker in die Städtepartnerschaften einbringen.“ Sport als Mittel der Völkerverständigung sei nicht zu unterschätzen.