1. NRW
  2. Städte
  3. Erkelenz

Erkelenz: Fläche des alten Amtsgerichts Thema im Bezirksausschuss

Am alten Amtsgericht Erkelenz : So soll die Innenstadt aufgewertet werden

Im Bezirksausschuss Erkelenz-Mitte ging es um die Fläche des Amtsgerichts. Der alte Bebauungsplan stammt aus dem Jahr 1985 und kann so nicht realisiert werden. Es soll nun ein so genanntes Kerngebiet errichtet werden, das mit Einzelhandel und Wohnen bestückt werden soll.

Mit dem Bebauungsplan für den Freiheitsplatz und die Atelierstraße stellte sich Michael Joos, der neue Leiter des Planungsamtes bei der Stadt Erkelenz, den Mitgliedern des Bezirksausschusses Erkelenz-Mitte in deren Sitzung vor. „Die Fläche beschäftigt die Stadt Erkelenz seit mindestens 2018“, sagte Joos und sprach damit den Bereich des alten Amtsgerichts an, welchem direkt gegenüber das Gebäude des neuen Amtsgerichts liegt.

Zwischenzeitlich, so Michael Joos weiter, habe es einen Investorenwettbewerb gegeben, der das Ziel verfolgt, die Innenstadt aufzuwerten und zu stärken. Der alte Bebauungsplan stammt aus dem Jahr 1985 und ermöglicht nicht alles, was nun gewünscht ist, führte der Planungsamtsleiter aus. „Nun soll ein so genanntes Kerngebiet her, das unter anderem mit Einzelhandel und Wohnen bestückt werden soll. Kerngebiet heißt, dass es eine große Ausnutzungszahl gibt, was bedeutet, die Fläche könnte zu 100 Prozent versiegelt sein. Das ist aber nicht das Ziel“, sagte Joos weiter. Geplant ist aktuell ein rund 16 bis 20 Meter hohes Gebäude, das Raum für etwa vier Geschosse bietet. Bei zwei Enthaltungen schloss sich der Bezirksausschuss den Plänen der Verwaltung an.

Ein weiteres großes Thema der Sitzung war die Brücke, die das Wohngebiet Oerather Mühlenfeld mit dem Lindemannhof verbindet. Die Brücke verläuft relativ steil, sodass beispielsweise Radfahrer ein hohes Tempo erreichen, was offenbar zu gefährlichen Situationen führt, erreichen sie den Garagenhof des Lindemannhofes. Einem Anwohner ist jedoch ein weiteres Merkmal aufgefallen, was ihn nun einen Antrag an den Bezirksausschuss stellen ließ, denn: Nach Angaben des Antragstellers hat sich längst eine Lärmbelästigung durch motorisierte Fahrzeuge ergeben.

Allerdings: Die Nutzung der Brücke ist ist für diese Fahrzeuge laut Beschilderung nicht zulässig. Maßnahmen, die das Problem lösen und die nur auf der Seite des Lindemannhofes erforderlich sind, sind noch nicht gefunden. Klaus Steingießer (CDU), der Vorsitzende des Bezirksausschusses, hat bereits ein Gespräch mit dem Antragsteller geführt. Während Ulrich Wendt (Grüne) Lärmschutzwände ins Gespräch brachte und auch vorschlug, den Radweg unter Umständen unter der Brücke herzurichten, sprach sich Heinz Baltes (CDU) für Bodenschwellen zur Minimierung der Geschwindigkeit aus. Steingießer erklärte: „Die Ursache soll beseitigt und Maßnahmen ergriffen werden, die das hohe Tempo reduzieren.“ Die Verwaltung wurde beauftragt, nach Lösungen zu suchen.

Ein Thema, das bereits viele Jahre alt ist, ist das Kunstwerk, das den Kreisverkehr an der Brückstraße zieren soll. Weil es der Ort des alten Brücktores ist, soll dort nach Auffassung von Klaus Steingießer und dem Bezirksausschuss im Allgemeinen, dieses Tor visualisiert werden, um die Erinnerung an das Brücktor aufrecht zu erhalten. Es existiert zwar ein Entwurf, der jedoch nicht realisiert werden kann, sodass eine neue Idee her soll.

Klaus Steingießer schlug vor, keine speziellen Wünsche zu formulieren oder keine konkreten Vorgaben zu machen, wie das Kunstwerk aussehen soll. Man einigte sich schließlich darauf, als Antrag an die Verwaltung und den Rat zu erklären, dass lediglich die Erinnerung an das Brücktor zu erkennen sein solle.

Entschieden wurde im Bezirksausschuss auch, entlang der Krefelder Straße im Bereich der Schulen, des Sportzentrums und weiter in Richtung Fast-Food-Restaurants, Mülleimer aufzustellen.