Erkelenz: Finale im zweiten Wettbewerb "Jugend predigt"

Finale in Schwanenberg : Die Jugendlichen haben eine Botschaft

Der zweite Predigtwettbewerb für junge Menschen aus dem Kreis Heinsberg hat seine Finalrunde am Samstag, 25. Mai, in der evangelischen Kirche in Schwanenberg. Fünf Jugendliche sind aus 34 Einsendungen ausgesucht worden.

Fünf junge Menschen, 15 und 16 Jahre alt, treten in einem Predigtwettstreit gegeneinander an, hoffen, die Jury und ihr Publikum zu erreichen mit dem, was sie über Gott, Bibel und Gemeinschaft zu sagen haben. Samstagabend geht „Jugend predigt“ im Kreis Heinsberg in die zweite Runde. Erneut haben sich mehr als 30 Menschen zwischen 14 und 20 Jahren beworben, von denen es fünf in die Endrunde geschafft haben.

„Unter den Einsendungen waren viele verheißungsvolle Texte, aber nicht alle waren abgeschlossen“, berichtet der evangelische Pfarrer Robin Banerjee, in dessen Kirche in Schwanenberg der diesjährige Wettbewerb ausgetragen wird. „Ausgesucht worden sind fünf Finalisten nach Aufbau, Rede und Message.“ Was Friederike Lambrich, Pfarrerin aus Lövenich und Jurorin, besonders an allen Einsendungen gefallen hat, ist, „dass sie persönlich sind. Da will mir jemand etwas erzählen und verwendet nicht irgendwelche Allgemeinplätze“, habe sie bei der Vorauswahl gespürt. Nach dem Abend dürfe niemand mehr sagen, die Jugend habe keine Botschaft, findet Juror Sebastian Walde.

Teilnehmen werden am Samstag ab 18 Uhr Philip Bird, Veronika Minz, Julia Stark, Kim Westermann und Jonas Weuthen. Beworben hatten sich Jugendliche von beiden Erkelenzer Gymnasien, vom Maximilian-Kolbe-Gymnasium in Wegberg und von der Realschule Heinsberg. Predigen dürfen die Finalisten jeweils fünf Minuten. Zwischendurch singt der Jugendchor der Evangelischen Gemeinde Schwanenberg und musizieren Norbert Winzen und Lisa Schlipper, der Gitarrist der Band „beets’n’berries“ und eine ehemalige Schülerin des Cornelius-Burgh-Gymnasiums. Nach den Predigten gibt es eine Juryphase, in der jeder Juror zu jedem Wettbewerbsbeitrag eine Minute lang begründet, was ihm gefallen hat. „Das machen wir, um alle Teilnehmer wertzuschätzen“, erklärt Banerjee und ergänzt, was beim zweiten „Jugend predigt“ neu ist: „Es wird ein Publikumsvoting geben, das die Wertigkeit eines Jurors besitzt.“ Davon verspricht sich Juror Dirk Riechert, Sozial- und Gemeindepädagoge, „dass die Besucher diesen Abend von Beginn an anders erleben als reine Zuhörer“. In dieser Woche werden die Teilnehmer von den Juroren auf Samstagabend vorbereitet, wozu am Freitag gehört, dass sie in der Kirche am Schwanenberger Markt üben, zu sprechen und zu agieren.

Alle Juroren erhoffen sich einen Abend, der neue Blickwinkel eröffnet. Auf allen Seiten. Bei Zuhörern, Jugendlichen und ihnen selbst. „Meine Intention für den Wettbewerb ist es, den Jugendlichen zu eröffnen, dass sie selbst eine Botschaft haben“, sagt Walde, und Riechert sieht „in dem Projekt eine Brücke, die junge Menschen in die Kirche holt“. Auch Walde sieht den Wert des Wettbewerbs über den Tag hinaus: „Bei unserer erschöpften Kirche brauchen wir solche jungen schöpferischen Menschen.“

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