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Erkelenz: Feuerwehr mit Schlange und brennender Garage in Oerath beschäftigt

Feuerwehr Erkelenz: 13 Stunden für zwei Einsätze : Schlange sorgt für Feuerwehreinsatz

Mit einer Schlange in Holzweiler und einem Garagenbrand in Oerath waren die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Erkelenz am Sonntag und Montag lange Zeit beschäftigt.

Eine Schlange und eine Garage im Vollbrand beschäftigte die Erkelenzer Feuerwehr über mehrere Stunden am Sonntag und Montag. Gegen 13.43 Uhr am Sonntag wurden die Einsatzkräfte nach Holzweiler alarmiert, dort sollte eine Schlange in einer Regenwassersenke gesichtet worden sein. Unter der Einsatzleitung von Stadtbrandinspektor Patrick Pistel, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Erkelenz, wurde das Tier auch tatsächlich von den Wehrleuten gesichtet. Mitarbeiter des Tierparks Brüggen (dort existiert ein Schlangenhaus) wurden an die Einsatzstelle beordert, um die Art genauer zu bestimmen und das Tier fachgerecht einzufangen.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes ließ die Feuerwehr den Kanal stauen und später spülen, sogar mit einer Kamera, die ein Fachbetrieb nach Holzweiler brachte, wurde der Kanal nach der Schlange abgesucht. „Im Ergebnis steht, dass wir die Schlange nicht auffinden konnten. Mehr konnten wir nicht mehr tun“, sagte Wehrleiter Helmut van der Beek. Im Einsatz, der gegen 20.30 Uhr beendet war, waren die Löscheinheiten Holzweiler und Kückhoven sowie der Einsatzführungsdienst.

Auch am Montag war die Feuerwehr stundenlang im Einsatz, nachdem der Leitstelle um 9.11 Uhr ein Garagenbrand in Oerath gemeldet wurde. Eine dichte Rauchwolke war von weither zu sehen. Beim Eintreffen stellten die Feuerwehrleute die Garage im Vollbrand fest, auch ein Lagerraum brannte in voller Ausdehnung. Nicht nur mit dem Feuer, auch mit Schaulustigen hatte die Feuerwehr zu kämpfen. Gefährlich wurde es, als das Dach eingestürzt war. Ein massiver Löschangriff und eine Riegelstellung waren nötig, um ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Dies gelang. Im Ort musste der Strom abgeschaltet werden, damit die Wehrleute mit der Drehleiter arbeiten konnten. Weil das Gebäude nun einsturzgefährdet ist, musste die Bauaufsicht der Stadt Erkelenz nach Oerath kommen, unterdessen hat die Kriminalpolizei das Objekt sichergestellt. Um letzte Glutnester auszuschließen, musste der Bauhof mit einem Bagger an den Einsatzort kommen, um die Garage leerzuräumen. Zur Brandursache sagte Helmut van der Beek: „Mit einem Gasbrenner sollte Unkraut abgeflämmt werden.“ Die Einheiten Erkelenz, Borschemich, Venrath, Gerderath, Gerderhahn, Golkrath-Matzerath, Hetzerath, Schwanenberg, die Verwaltungsstaffel und der Einsatzführungsdienst waren bis 15.21 Uhr mit den Löscharbeiten beschäftigt.