Erkelenz: FDP schlägt Mobilitätsstationen am Stadtrand für Langzeitparker vor

FDP-Ideen für Langzeitparkplätze : Langzeitparkplätze schaffen und per Bus anbinden

Die FDP formuliert Vorschläge für die Stadt Erkelenz. Autonomes Fahren könnte dabei eine Rolle spielen, so Fraktionsvorsitzender Werner Krahe.

Die Stadt Erkelenz hat ein Problem mit Langzeitparkern. Das ergab bereits die Vorauswertung der Verkehrsstudie zum Innenstadtkonzept. Die FDP möchte darauf reagieren und hat beantragt zu prüfen, ob am Stadtrand eine Mobilitätsstation für Langzeitparker und eine entsprechende Shuttlebus-Anbindung an die Innenstadt eingerichtet werden können. Darüber informiert Fraktionsvorsitzender Werner Krahe. Die Verwaltung soll zusätzlich beauftragt werden, für einen solchen Shuttlebus die Möglichkeit der Anbindung an das zwischen der West Verkehr GmbH und der eGo Mobile AG vereinbarte Pilotprojekt „Autonomes Fahren“ sowie die Möglichkeit einer Kooperation mit der NEW zu prüfen, bitten die Liberalen den Stadtrat um Zustimmung.

Überlegt werden solle ferner, ob das Vorhaben als Strukturfördermaßnahme bei der Zukunftsagentur Rheinisches Revier angemeldet werden kann. Dazu erklärt Krahe: „Spätestens seit den Untersuchungen für das Innenstadt-Entwicklungskonzept ,Erkelenz 2030’ wissen wir, dass die Problematik des Langzeitparkens zu erheblichen Problemen führt und einen großen Anteil der für Kurzzeitparker vorgesehenen Parkplätze blockiert, was wiederum als Parksuchverkehr weitere Probleme schafft. Auch die chaotischen Zustände in den an Schulzentrum und Krankenhaus angrenzenden Wohngebieten sprechen eine deutliche Sprache.“

Ein Lösungsansatz wäre für die FDP, Langzeitparker, „das sind hier hauptsächlich Menschen, die sich zu Arbeits-, Ausbildungs- oder Schulungszwecken deutlich länger als zwei Stunden in der Innenstadt aufhalten“, dazu zu bringen, ihre Autos nicht im Stadtkern, sondern auf geeigneten Flächen außerhalb abzustellen. Solche ließen sich finden, erklärt Krahe. Von dort aus könnten kostenfreie, eng getaktete Shuttlebusse verkehren: „Eine solche Maßnahme eignet sich hervorragend als Pilotprojekt für das autonome Fahren, wie es aktuell von der West Verkehr GmbH in Kooperation mit der eGo Mobile AG auf einer öffentlichen Linie in Geilenkirchen getestet werden soll.“ Die FDP wisse, erklärt Krahe in deren Antrag, dass „dies ein visionärer und sicherlich im Detail noch ausbaufähiger Vorschlag ist“, aber einen ersten Schritt für einen Lösungsansatz darstelle.

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