Erkelenz: Elke Bürger veranstaltet Ausstellung zur Lichtkunst an Haus Hohenbusch

Lichtkunst im Erkelenzer Haus Hohenbusch : Illuminationen in historischem Ambiente

Der Kunsttreff Erkelenz illuminiert Kunst im Garten von Haus Hohenbusch. Eine Ausstellung mit Fotografien, Malerei sowie Skulpturen aus Speckstein und Holz im Herrenhaus ergänzt das illuminierte Ensemble.

Der strömende Regen ließ zur Ausstellungseröffnung nach, sodass die Besucher ohne Schirm und Regenmütze ins Gebäude gelangen konnten. Trotzdem machte das Wetter der Initiatorin Elke Bürger einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Verschiedene Kunstwerke, die den Park vor Haus Hohenbusch hätten schmücken und mit unterschiedlichem Licht angestrahlt werden sollen, konnten wegen der Nässe nicht aufgestellt werden. Nur wetterfeste Kunstwerke konnten im Garten in diesem Jahr gezeigt werden.

Dafür zeigte sich das Foyer des Herrenhauses stimmungsvoll. Im Halbdunkel leuchteten Lichtgestalten aus gehärteten Fasern verbunden mit Lichterketten im Eingangsbereich. Bemalte und beleuchtete Papiertüten schufen eine malerische Atmosphäre und tauchten die Malerei an den Wänden in mystisches Licht. In den Innenräumen wurden Fotografien von Ruijan Böttrich, Frank Wahl, Manfred Bürger, Dieter Teichert, Michael Grüneberg und Helmut Heutz gezeigt, welche in einem Workshop gemeinsam erarbeitet worden waren. Speckstein­skulpturen von Elisabeth Jakobs und Holzskulpturen von Manfred van de Sandt zeigten die differente und detaillierte Arbeitsweise der beiden Künstler. Die in Berlin lebende Künstlerin Iris Ulbricht präsentierte großformatige Zeichnungen vergessener und verfallener Orte des Umlands von Berlin. Viele Besucher kannten sie bereits vom Portait-Zeichnen-Workshop des Sommerkunsttreffs. Einige ihrer Portraits waren ebenfalls ausgestellt.

Elke Bürger veranstaltet seit einigen Jahren die Licht-Kunst-Ausstellung in Kooperation mit dem Förderverein Haus Hohenbusch. Die Erkelenzer Künstlerin experimentiert gern und stellt zu jeder Ausstellung neue Arbeiten und neue Techniken vor. In diesem Jahr hängen einige ihrer großformatigen Bilder mit Alkohol-Tinte an den Wänden. Die Besonderheit beim Malen ist, dass man in mehreren Schichten arbeiten kann und sich die Farbe dabei immer wieder löst.

„Kunst muss etwas in uns bewegen, Kunst muss lebendig machen und Kunst muss gefallen“, erinnerte der Vorsitzende des Fördervereins Frank Körfer in seiner Begrüßung. „Jeder von uns hat eine eigene Vorstellung von dem, was Kunst in uns bewirken soll. Soll sie erleuchten, soll sie ein anderes Licht auf die Dinge werfen, soll sie die Sicht auf die Wirklichkeit bestätigen?“ Es sei ein Angebot von Menschen damit zu experimentieren, wie Kunst und Licht oder Dunkelheit auf uns wirken, erläuterte er. Jeder Künstler könne anderen zu einer Erweiterung des Sehens verhelfen und jeder Mensch könne, wenn er wollte, eine Erleuchtung für Andere sein.

Frank Körfer dankte den Künstlerinnen und Künstlern für ihren Einsatz und verwies auf die lange Geschichte des Hauses Hohenbusch, auf welchem die Kreuzherren von Hohenbusch 500 Jahre lang den Menschen unseres Lebensraumes zu einer erweiterten Sichtweise und sicherlich zu einer Erleuchtung verholfen hätten.

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