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Erkelenz: Eissorte Pulcini für Zwillinge kreiert

Neue Eissorte kreiert : „Pulcini“ für Ricardo und Alessio

Für seine Zwillingssöhne hat Salvatore, Chef des Traditionseiscafés Dolomiti, mit „Pulcini“ eine neue Eissorte kreiert.

Trotz hoher Temperaturen jauchzen die fast neun Monate alten Ricardo und Alessio im Duett. Mit Mama Melanie sind sie in der Stadt unterwegs und besuchen Papa Salvatore, der einfach nur „Amore“ ruft, wenn er seine Familie sieht. Ein herrliches Bild.

Salvatore Cardinale ist der Betreiber des Erkelenzer Traditionseiscafés Dolomiti in der Aachener Straße. Der 34-Jährige hat wegen der Geburt seiner Zwillinge, die bald neun Monate alt werden, etwas ganz Besonderes auf die Beine gestellt: Für seine süßen Jungs hat er eine eigene Eissorte kreiert. Pulcini heißt sie und bedeutet übersetzt Küken. „Als meine Frau schwanger war, hat sie sehr oft Kürbiskerne und weiße Schokolade gegessen. Die Jungs haben das offensichtlich so verlangt. Da lag es nahe, für die neue Eissorte Kürbiskerne und weiße Schokolade zu nutzen“, erzählt Salvatore Cardinale. „Und darum sind sie wohl die jüngsten Eiskonditoren der Welt“, schmunzelt Cardinale.

Selbstverständlich sei die Kreation nicht über Nacht entstanden, unterstreicht er. „Das zieht sich schon länger hin“, sagt er. „Erst muss das Grundrezept her. Flüssig- und Feststoffe müssen im exakten Verhältnis zueinander stehen. Dann stellt sich auch die Frage, wie intensiv der Geschmack sein soll. Insgesamt dauert das schon etwas.“ Anfangs sei beispielsweise die Schokolade kaum zu schmecken gewesen.

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Um den Zwillingscharakter besonders gut zu unterstreichen, hat Cardinale sogar Zwillingswaffelhörnchen geordert, um das Eis stilecht präsentieren zu können.

Salvatore Cardinale kann sich noch gut daran erinnern, wie es ist, eine eigene Eissorte zu bekommen. Vater Gioacchino, von dem Salvatore 2013 das Geschäft übernommen hat, hat seinem Sohn ebenfalls ein eigenes Eis geschenkt. „Das war, als ich Abitur gemacht habe“, weiß er noch allzu gut. Diese Sorte wurde damals „Coco Cardi“ getauft, „weil ich in der Schule nämlich oft Cardi gerufen worden bin“. Bei der Kreation von Pulcini sei sein Vater ein wertvoller Ratgeber gewesen.

Die Zwillinge Ricardo und Alessio, übrigens eineiig, wachsen zweisprachig auf. Während Mama Melanie mit ihren Jungs deutsch spricht, lernen sie von Papa Salvatore die italienische Sprache. Und darum gibt es auch noch einen kleinen, aber feinen Unterschied in der jungen Familie: Melanies Vater, der gerade in der Eisdiele vorbeischaut und seine beiden Enkel begrüßt, ist der Opa. Und Gioacchino Cardinale ist „Nonno“. So einfach geht das.

Und dann geht das Strahlen bei Alessio und Ricardo auch schon weiter. So wird dann auch klar, weshalb Papa Salvatore seine Jungs „Amore“ nennt.