Erkelenz: die Bäume an den Hauptstraße in Venrath sind zu groß und sollen ersetzt werden

Zu große Bäume in Venrath : Straßenbäume sollen gefällt werden

Kritik an zu großen Straßenbäumen in Venrath besteht seit einiger Zeit. Jetzt fordert die Politik, sie zu fällen und durch kleinere Exemplare zu ersetzen. Es bestehe eine Gefahr für die Verkehrssicherheit.

Straßenbäume, die in Venrath zu nahe an Häusern stehen und deren Pflanzbeete so klein sind, dass die Wurzeln für Schäden an Gehwegen und Fahrbahnen sorgen, sollen gefällt werden. Das beantragen CDU und Grüne gemeinsam mit dem zuständigen Bezirksausschuss. Sie begründen dies mit einer Gefährdung der Verkehrssicherheit. „Es geht nicht darum, dass es weniger Bäume in Venrath geben soll, sondern den Standorten angepasste Bäume“, betonte Ausschussvorsitzender Hans Josef Dederichs (Grüne). Ersatzpflanzungen und eine Umgestaltung der Beete seien entsprechend ebenfalls beantragt.

Nach Beschwerden von Anwohnern und einer Diskussion im Bezirksausschuss im Juni sollte ein Ortstermin klären, ob die Bäume in Venrath innerorts zu nahe an den Häusern stehen und durch kleinere Exemplare ersetzt werden können. Das Ergebnis teilte Dederichs dem Bezirksausschuss mit: „Wir haben vom Grünflächenamt erfahren, dass fast alle Bäume gesund sind. Auch die, die von Anwohnern als störend empfunden werden – zum Beispiel, weil sie teils 1,40 Meter von den Hauswänden entfernt stehen. Zugleich aber hat das Tiefbauamt bereits Schäden in Gehwegen und an Bordsteinen festgestellt, was die Sicherheit gefährdet.“ Aus diesen Erkenntnissen heraus hätten CDU und Grüne in Absprache mit den weiteren Ratsfraktionen einen Antrage über die Zukunft der Straßenbäume in Venrath erarbeitet.

Das massive Wurzelwerk der Bäume beschädigt zum Beispiel die Gehwege. Foto: Rainer Merkens

Den Antragstellern geht es um die 1993 gepflanzten „meist hochwachsenden und großkronigen Ahornbäume und Rosskastanien“ an den Hauptstraßen: In Venrath, Kuckumer Straße, Wanloer Straße und Herrather Straße. „Diese Bäume verursachen momentan erhebliche Schäden. Für diese Probleme ist Abhilfe zu schaffen“, erklärte Rainer Merkens (CDU), wies dabei aber auch auf einen zweiten Aspekt des Antrags hin: „Es soll weiterhin ausreichend öffentliches Grün zur Verbesserung der Lebensqualität vor Ort vorhanden sein. Wir möchten weiterhin, dass die Straßen in Venrath durch Straßengrün gestaltet sind.“

Sollte der Stadtrat im Dezember zustimmen, wäre zum einen eine Fällung der Bäume bis zum 29. Februar 2020 vorgesehen, zum anderen aber auch „Ersatzpflanzungen in unmittelbarer Nähe zum Dorf. Flächen hierzu sind der geschützte Landschaftsbestandteil Henneskes Berg und die Ausgleichsfläche am Baugebiet Schages Fahrt“. Drittens wird ein neues Pflanzkonzept für die fünf Straßen gefordert, wozu Merkens ausführte: „Die Beete und Nebenanlagen sind nach der Entnahme der Bäume instand zu setzen und durch geeignete Pflanzungen neu zu gestalten. Möglich wären zum Beispiel Heckenstrukturen aus Hainbuchen ähnlich wie an der Niederstraße oder an der Alten Landstraße in Holzweiler oder formgeschnittene Bäume wie in der Ortsmitte von Granterath und der Theodor-Körner-Straße in Erkelenz.“

Auf diese Weise wollen CDU, Grüne und Bezirksausschuss einen Fehler aus der Vergangenheit beheben. „Viele der Baumbeete sind für die eingepflanzten Bäume viel zu klein“, erklären in dem schriftlich für den Stadtrat verfassten Antrag Rainer Merkens und Beate Schirrmeister-Heinen (Grüne). Dies führe dazu, dass durch drückendes Wurzelwerk die Rinnsteine, die Rinnen, der Straßenbelag, die Beeteinfassungen, der Gehweg, Einfriedungen und Beläge der benachbarten Grundstücke angehoben oder weggedrückt würden: „Leider hat man bei der Umgestaltung in den 1990er Jahren nicht auf den Zustand des ausgewachsenen Bäume geachtet.“

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