Erkelenz debattiert um Innenstadt, Bienen bekommen Blühstreifen

Worte zur Woche : Einigkeit fehlt, ist für Innenstadtkonzept aber nötig

Erkelenz berät bald über ein Konzept für eine zukunftsweisende Innenstadt – zuvor jedoch verliert die Politik die für dieses große Vorhaben notwendige Einigkeit. Die aber muss zurückkehren.

Die Politik in Erkelenz ist sich einig und in dieser Einigkeit doch uneinig. Für die Innenstadt soll in den nächsten Jahren ein Konzept erarbeitet werden, wie dort Leben, Wohnen, Arbeiten, Kultur, Natur und Verkehr, eben alles, was zu einem intakten Stadtkern gehört, zukunftsweisend gestaltet werden können. Beschlossen wurde das Projekt längst. Ohne Gegenstimmen. Bei drei Enthaltungen. Im Stadtrat. Im vergangenen Juli.

Inzwischen, kurz bevor die konzeptionelle Phase gestartet werden soll, haben mehrere Parteien Anträge vorgelegt, welche die Innenstadt betreffen. Kölner Tor, Kreuzung von Antwerpener, Krefelder und Aachener Straße, Fahrradwege, Verkehrsentwicklungsplan.

In dieser Woche erklärten SPD auf der einen sowie CDU, FDP und Freie Wähler/UWG auf der anderen Seite im Fachausschuss, weshalb sie diese Anträge jetzt gestellt haben, dass sie zu diesem Zeitpunkt falsch gestellt sind, weshalb sie nicht in Konkurrenz zum anstehenden Innenstadtkonzept stehen und dass darüber Fakten geschaffen würden, noch bevor das Konzept erarbeitet ist. Einigkeit war aus der Debatte am Dienstagabend im Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung kaum heraus zu hören, wenngleich sie möglich und in der anstehenden Konzeptionsarbeit nötig ist. Diese wieder zu erreichen, darauf sollten sich die Fraktionen konzentrieren. Zum Wohle der Kernstadt, aber auch der vielen Erkelenzer Dörfer, auf die eine zukunftsweisende Innenstadt ebenfalls ausstrahlen kann und soll. Alle zur Rede stehenden Anträge werden sie dafür gut gebrauchen können.

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  • Innenstadtentwicklung : SPD: Innenstadtkonzept zu eng gefasst

Zukunftsweisend ist jetzt schon ein Antrag der Grünen, in Erkelenz Blühflächen und Blühstreifen zu schaffen, um Bienen und anderen Insekten das Leben zu erleichtern. Die Stadtverwaltung ging auf den Vorschlage mit ersten räumlichen Ideen ein, die jetzt konkretisiert werden sollen. Und die anderen Ratsfraktionen stimmten dem Vorhaben gerne zu. Auffällig aber ist, dass in den jetzigen Ausschussunterlagen solche Flächen kaum für die Dörfer aufgezählt werden. Auch dort, wenngleich sie von der Natur umgeben sind, sind solche aber denkbar und nutzbringend. Das sollte bei der Umsetzung des Antrags nicht vergessen werden.

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