Erkelenz: CO2-Ausstoß bei der Stadt in vergangenen 25 Jahren um 66 Prozent gesenkt

Erkelenz legt Energiebericht für 2018 vor : Stadt spart Energie mit Straßenlaternen

Ökostrom, neue LED-Straßenlaternen, bessere Baustandards – Erkelenz konnte die Energiebilanz 2018 weiter verbessern. Energieberater helfen auch den Bürgern, Energie zu sparen.

Drei Jahre ist es her, da begann die Stadt Erkelenz damit, ihre Straßenlaternen zu erneuern. Gespart werden seither Energie und Geld. Das geht aus dem 20. Energiebericht hervor, den die Stadtverwaltung jetzt für 2018 vorgelegt hat. Allein innerhalb des Vorjahres ging der Energieverbrauch für die Straßenbeleuchtung um 15 Prozent zurück.

 „Und innerhalb der gesamten Sanierungsphase wurde schon eine Viertelmillion Euro eingespart“, berichtet Ansgar Lurweg. Und der Technische Beigeordnete kündigt für das bis 2020 laufende Austauschprogramm auf LED-Leuchten an: „Wir werden noch weitere Einsparungen generieren können.“

Positiv weiterentwickeln soll sich auch die Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Vor 25 Jahren hatte die Stadt Erkelenz ein eigenes Energiemanagement eingeführt. „Seither konnte der CO2-Ausstoß aller städtischen Gebäude und Anlagen um 66 Prozent reduziert werden“, teilt Lurweg mit und stellt in Aussicht: „Obwohl neue städtische Bauten geplant sind, sind wir bemüht, den Ausstoß zu halten oder sogar trotzdem weiter zu senken. Gelingen kann uns das beispielsweise durch die energetische Sanierung der Grundschule in Gerderath und den Austausch letzter Ölheizungen.“

Energie zu sparen, half 2018 auch die Witterung. Es musste auch in den Gebäuden der Stadt weniger geheizt werden, und Klimaanlagen werden nicht betrieben. „Das Jahr ist vom Verlauf insgesamt als sehr warmes Jahr in die Statistik eingegangen, war noch einmal deutlich wärmer als 2017“, sagt Ansgar Lurweg. Gegenüber dem langjährigen Mittel bei den vom Deutschen Wetterdienst ermittelten Gradtageszahlen habe sich eine Veränderung von rund 20 Prozent weniger Heiztagen (Tage unter 15 Grad Celsius) und von rund fünf Prozent weniger Heiztagen als 2017 ergeben. „Der Jahresbeginn zeichnete sich zwar durch niedrige Temperaturen im Januar aus. Der Supersommer, ein milder Herbst und ein später Wintereinbruch führten allerdings dazu, dass der tatsächliche Heizenergieverbrauch um rund zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 12,75 Millionen Kilowattstunden gesunken ist.“

Bauherren, Hauseigentümer oder Mieter, die ihren Energiebedarf im Haus oder in der Wohnung reduzieren wollen, bekommen von der Stadtverwaltung ebenfalls Unterstützung, um dabei zu helfen, die Erkelenzer Klimaziele auszubauen. Die Stadt bietet in Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW und dem Energieeffizienznetzwerk effeff.ac Ratsuchenden zwei professionelle Beratungsangebote. Die Erstberatung durch die Verbraucherzentrale richtet sich an alle, die innerhalb von 45 Minuten prägnant und kostenlos Unterstützung zu Themen wie Wahl der richtigen Heizungsanlage, Raumklima, Wärmeschutz oder sinnvolle Nutzung erneuerbarer Energien bekommen wollen.

Energieberater Michael Berger ist dazu an jedem letzten Dienstag im Monat zwischen 14 und 17.45 Uhr in der Stadtbücherei an der Gasthausstraße 7 zu erreichen (Terminvereinbarung: 02431 85188, 0211 33996556 oder energieberatung@erkelenz.de).

Das Effizienznetzwerk effeff.ac hat im Mai einen Beratungsstützpunkt in Erkelenz eingerichtet. Dieses zweite Beratungsangebot richtet sich in erster Linie an Häuslebauer, Bauwillige und Modernisierer, die ein konkretes Bauprojekt planen und Unterstützung bei energetischen Fragestellungen benötigen. Die Beratungen kosten 30 Euro pro halbe Stunde und finden an jedem zweiten Donnerstag im Monat zwischen 14 und 17.45 Uhr in der Stadtbücherei statt (Terminvereinbarung: 0241 9900130).

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