Erkelenz: Bus wirbt für virtuelles Museum der verlorenen Heimat

Bus der West Verkehr GmbH unterwegs : Virtuelles Museum wird im Kreisgebiet rollend bewerben

Ein Linienbus mit Werbung für das virtuelle Museum des Heimatvereins der Erkelenzer Lande ist jetzt im Kreis Heinsberg unterwegs.

Von überall auf der Welt kann seit 2018 das „Virtuelle Museum der verlorenen Heimat“ besucht werden, das der Heimatverein der Erkelenzer Lande im Internet aufbaut. Es soll dazu beigetragen, Erkelenz bekannt zu machen. Dabei spielt auch Werbung eine wichtige Rolle.

„Unsere rollenden Werbeträger bringen jede Werbebotschaft zuverlässig und flächendeckend an den Kunden“, erklärt Geschäftsführer Udo Winkens das neue Engagement der West Verkehr GmbH. Sie lässt jetzt einen Linienbus durch den Kreis Heinsberg fahren, der das Interesse an dem Erkelenzer Heimatmuseum weiter steigern soll. „Die Menschen achten gerade auf Buswerbung. Sie geht gleichsam beim Vorbeigleiten ins Bewusstsein“, sagt Günther Merkens, Vorsitzender des Heimatvereins. Bildhaft werde mit dem Werbedruck auf dem Busheck auf die Situation der Vernichtung wertvollen Kulturgutes aufmerksam gemacht: „Die Kirche St. Lambertus Immerath, welche links auf der Heckfläche zu sehen ist, wurde im Januar 2018 abgerissen. Die Kirche Heilig-Kreuz Keyenberg, die rechts auf der Werbung dargestellt wurde, wird den Baggern in naher Zukunft zum Opfer fallen. Im Werbeslogan ,Heimat bewahren’ stellen wir knapp, aber einprägsam das Anliegen des ,Virtuellen Museums der verlorenen Heimat’ dar“, betont Günther Merkens.

Da die Stadt Erkelenz seit dem Zweiten Weltkrieg kein Heimatmuseum mehr besitzt und der Unterhalt für ein solches heute kaum zu finanzieren ist, sah der Heimatverein in den virtuellen Welten des Internets eine gute Chance, die geschichtlichen und kulturellen Schätze der Stadt Erkelenz vernetzt und anschaulich darzustellen.

„Da durch Garzweiler II Ortschaften im Osten der Stadt abgebaggert sind beziehungsweise noch werden, sahen wir es als erste wichtige Aufgabe an, zunächst die Geschichte und Kultur dieser Ortschaften darzustellen, bevor das Projekt sich auf alle Orte und die Stadt Erkelenz selbst ausweitet“, erinnerte Günther Merkens bei der Präsentation der neuen Buswerbung. „Das Internet bietet viele Möglichkeiten, die Inhalte so darzustellen, als sei der Betrachter vor Ort, etwa durch Videos, Audios, Kugelpanorama, 3D-Aufnahmen, Virtual Reality, Fotos.“

www.virtuelles-museum.com

(spe)
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