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Erkelenz: Burgkirmes 2019 wieder mit Riesenrad

Erkelenzer Burgkirmes : Ein Platzkonzert im Riesenrad

Nach einer Pause bereichert das Riesenrad wieder die Erkelenzer Burgkirmes. Der Städtische Musikverein nutzte diese Gelegenheit.

Beifall heimste Bürgermeister Peter Jansen ein, als er erfreut feststelle: „Schön, dass wieder ein Riesenrad da ist.“ Die Freude über das große Fahrgeschäft mit einer Höhe von 34 Metern war nicht nur bei den Ehrengästen groß, die beim traditionellen Rundgang zur Eröffnung der Burgkirmes teilnahmen, auch die Schausteller selbst begrüßten das neue, alte Fahrgeschäft. „Es gehört hierhin und genau auch an diese Stelle“, meinte der kundige und langjährige Mitwirkende bei den Kirmes-Veranstaltungen in Erkelenz, Gerd Lynen von Berg.

Vor drei oder vier Jahren, so genau wussten es weder der Bürgermeister noch die Schausteller, habe es das letzte Mal ein Riesenrad in Erkelenz gegeben. Da war es als Bestandteil des Lambertusmarkts und auf dem Franziskanerplatz aufgebaut worden. „Hier auf der Burgkirmes und hier auf dem Platz vor der Burg ist es genau richtig“, meinte Lynen von Berg. Man könne zwar nicht jedes Mal dieses Fahrgeschäft präsentieren, „aber alle zwei, drei Jahre schon.“

Den Ehrengästen bei der Eröffnung, die im Festzug unter Mitwirkung des Städtischen Musikvereins und der Schützenbruderschaft Unserer lieben Frau vom Johannismarkt zur Burgkirmes gezogen waren, waren die Zeitabstände und Jahre egal, sie warteten gespannt darauf, nach den Eröffnungsreden ihre Rundfahrt in die Luft und zurück antreten zu können. Es herrsche richtiges Kirmeswetter mit dem typischen Erkelenzer Himmel in Blau und Weiß, meinte Jansen: „Jetzt wird der Herbst eingeläutet.“ Wie recht er damit haben sollte, zeigte sich am Samstag, der alles andere als strahlend begann, sondern mit Nässe und Kälte. Aber das gehört halt zum Herbst dazu und hielt die Bruderschaft nicht davon ab, an diesem Tag ihr Schützenfest mit Umzug, Parade, Königsball und Discoabend abzuhalten. Jansen dankte dem Schaustellerverband mit dem „jungen Vorsitzenden und seiner erfahrenen Mannschaft im Rücken“ für das Engagement bei der Gestaltung der Burgkirmes mit 75 Beschickern. Hans-Otto Grass als Vorsitzender der Schausteller gab den Dank gerne an die Stadt zurück. „Die Verwaltung hat es nicht immer leicht mit uns.“ Aber man komme immer auf einen Nenner, weil man an einem Strang ziehe.

Ein besonderes Erlebnis hatten die Aktiven des Städtischen Musikvereins Erkelenz. Sie feierten im Jahr ihres 190-jährigen Vereinsbestehens eine ganz denkwürdige Premiere: Während sie in den Gondeln ihre Runden drehten, entlockten sie ihren Instrumenten harmonische Klänge. „Ein Platzkonzert im Riesenrad, das hat es wohl noch nie gegeben“, meinte Karl-Heinz Wawrzinek, nachdem er wieder festen Boden unter den Füßen hatte.

Danach zog es ihn, wie viele der Ehrengäste, auf den Burghof zum Eröffnungsumtrunk. Die Möglichkeit, den Burgturm zu erklimmen und von dort den Blick übers Erkelenzer Land schweifen zu lassen, schenkte er sich. Er hatte einen anderen, ungewöhnlichen Ausblick genossen: den aus dem Riesenrad heraus. Noch bis zum Montag, 9. September, ist dieser Blick möglich.