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Erkelenz: Bürgermonitor: Ärger wegen parkender Autos an der Straße Am Schneller

Bürgermonitor : Ärger wegen parkender Autos in Erkelenz

Die Straße „Am Schneller“ ist vor allem im Bereich des Hermann-Josef-Krankenhauses als Parkraum offensichtlich sehr beliebt. Das sorgt bei den Anwohnern für viel Ärger. Sie sehen ihre Sicherheit auch als Radfahrer gefährdet.

Wer an der Straße „Am Schneller“ in der Innenstadt von Erkelenz unterwegs ist, braucht ziemlich starke Nerven, viel Zeit und wohl auch eine große Portion Geduld. Vor allem dann, wenn man mit dem Auto aus Richtung Goswinstraße in den Schneller einfährt. Längst sind es auch die Fahrradfahrer, die zunehmend Probleme bekommen, die Straße sicher zu durchfahren. Christa Justen wohnt in dem Bereich. „Ich stehe längst nicht alleine da mit meiner Meinung – mittlerweile sind es viele Anwohner, die die Verkehrssituation sehr kritisch betrachten und sich damit auseinandersetzen“, sagt die Erkelenzerin am Bürgermonitor.

Die Sachlage ist nicht ganz unbekannt, denn: Aus Richtung Goswinstraße kommend ist für die Verkehrsteilnehmer schnell erkennbar, dass viele Autofahrer den rechten Fahrbahnrand nutzen, um dort zu parken. Besonders in Höhe des Hermann-Josef-Krankenhauses ist das so. Es sind tagsüber so viele Autos, dass die Straße im Grunde genommen nur aus Richtung Theodor-Heuss-Straße befahrbar ist, also nur einspurig. Kommen sich die Fahrzeuge in dem betreffenden Bereich entgegen, hat der Fahrer, der von der Goswinstraße aus den Schneller befährt, ein Problem. Er kann das vorfahrtsberechtigte Fahrzeug schwer passieren lassen, weil sich kaum eine Fläche zum Ausweichen bietet.

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Christa Justen hat diese Erfahrung gemacht: „Viele reagieren verärgert, weil sich jeder weigert, dem anderen Platz zu machen. Selbst auf dem Fahrrad ist man wütenden Autofahrern ausgesetzt. Letztlich kann man sein Auto nicht über die geparkten Autos heben, ein Fahrrad auch nicht, und auf den Bürgersteig auszuweichen, ist ja wohl nicht vorgesehen.“ Per Zufall, so berichtet Christa Justen weiter, habe sich mal ein Gespräch mit Polizisten ergeben. Laut Christa Justen sollen auch sie erklärt haben, dass sich in der Straße etwas ändern müsse.

Für die Erkelenzerin vorstellbar sind beispielsweise Parkausweise für die Anwohner oder etwa auch gekennzeichnete Ausweichlücken. Auch eine Ausweisung des Schnellers als Einbahnstraße hält sie für denkbar. Unterm Strich vermutet sie, dass es zumeist Besucher des Krankenhauses sind, die den Schneller als kostengünstige Alternative zum gebührenpflichtigen Parkhaus an der Tenholter Straße betrachten. „Wir weichen bereits auf die Spielstraßen aus, um in Richtung Jean-Monnet-Straße zu kommen. Neben dem Schneller sind ja übrigens auch die Graf-Reinald-Straße und Gustav-Stresemann-Straße von parkenden Autos in Beschlag genommen“, berichtet Christa Justen weiter.

Auch Ansgar Lurweg, dem Technischen Beigeordneten der Stadt Erkelenz, ist die Sachlage sehr gut bekannt. „Dieses Thema ist ja immer wieder besetzt. Man muss in diesem Zusammenhang aber über gefühlte und tatsächliche Probleme reden. Als Stadt Erkelenz können wir nicht beeinflussen, dass die Menschen das Parkhaus an der Tenholter Straße nutzen. Und auch als Radfahrer ist es sicherlich nicht toll, den betreffenden Bereich zu befahren. Allerdings – und ich war bereits oft mit dem Fahrrad in diesem Bereich unterwegs – muss man auch feststellen, dass sich die Lage etwa ab der Graf-Reinald-Straße zunehmend entzerrt.“

Ansgar Lurweg meint weiterhin: „Wenn man langsam fährt, dann passt das. Wir dürfen nicht immer nur auf das Krankenhaus schimpfen, sondern sollten immer abwägen.“ Zum Vorschlag der Anwohner, aus der Straße „Am Schneller“ eine Einbahnstraße zu machen, sagt der Technische Beigeordnete der Stadt Erkelenz klar: „Eine Einbahnstraßenregelung kann ich mir dort nicht vorstellen, weil von dieser Straße ein großes Wohnviertel erreicht werden will.“