Erkelenz: Bürgermeister Jansen kündigt Sondersitzung des Rates zu Ergebnissen der Berliner Kohlekommission an

Neujahrsempfang der Stadt Erkelenz : Schnell auf Kohlekommission reagieren

Beim Neujahrsempfang der Stadt Erkelenz kündigte Bürgermeister Peter Jansen für Februar eine Sondersitzung des Stadtrates an, sofern die Berliner Kohlekommission in der nächsten Woche Ergebnisse präsentieren wird.

Entwicklungen, welche die Stadt Erkelenz nehmen kann, zeigte Bürgermeister Peter Jansen beim Neujahrsempfang auf: Wohnen, Arbeiten, Bauvorhaben für die Bürger, Bevölkerungswachstum und Braunkohlentagebau, zu dem Jansen für Februar eine Sondersitzung des Stadtrates und eine personelle Verstärkung des Technischen Dezernates im Rathaus ankündigte.

Kohlekommission Von der 2018 in Berlin eingesetzten sogenannten Kohlekommission, welche die Zukunft aller deutschen Braunkohlerevier in den Blick nimmt, erwartet der Erkelenzer Bürgermeister zeitnah Ergebnisse, erklärte er beim Neujahrsempfang. Nach dem Spitzentreffen bei Bundeskanzlerin Angela Merkel am vergangenen Dienstag erhoffe er sich für den 25. Januar aus Berlin eine Entscheidung zur Zukunft des Braunkohlenabbaus. Stadtrat und Stadtverwaltung hätten sich darauf vorbereitet: „Wir haben für den Fall, dass wie zugesagt die Empfehlung der Kommission kommt, für Februar eng getaktete Arbeitstreffen und eine Ratssondersitzung abgestimmt.“

Strukturwandel Vorbereitungen für den anstehenden Strukturwandel, der mit dem Ausstieg aus der Braunkohle einhergehen wird, trifft Erkelenz mit Mönchengladbach, Titz und Jüchen. Die Geschäftsstelle des gemeinsamen Zweckverbandes Tagebaufolge(n)landschaften in Kuckum wird in Kürze personell vollständig ausgestattet sein, berichtete Jansen, wies zugleich aber auch darauf hin, dass im Erkelenzer Rathaus ebenfalls noch neues Personal benötigt wird, um diesen Prozess zu gestalten: „Die Aufgabe rund um den Tagebau Garzweiler II, egal wann und wo er endet, wird uns in den nächsten zehn bis 15 Jahren vieles abverlangen. Ergänzend zum Zweckverband wird hierfür das Technische Dezernat in unserem Rathaus dafür personell verstärkt.“

Arbeiten und Wohnen Den tagebaubedingten Strukturwandel einmal außen vor gelassen – Erkelenz befinde sich auch ansonsten im Wandel, schilderte Bürgermeister Jansen beim Neujahrsempfang. Nach allen bekannten Prognosen gehe er für die kommenden Jahre „von einem moderaten Bevölkerungswachstum von ein bis zwei Prozent aus“. Für die Bürger und potenziellen Neubürger seien folglich neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze anzusiedeln und Wohnraum zu schaffen: „2019 wird mit der Erschließung und Vermarktung der Baugebiete Gerderath, Hetzerath und Kückhoven begonnen, so dass bald 100 weitere Grundstücke zur Verfügung stehen. 2020/21 folgen Schwanenberg und die nächste Erweiterung des Oerather Mühlenfeldes sowie einiger kleinerer Gebiete mit rund 400 Grundstücken.“ Auch beim Schaffen neuer Arbeitsplätze geht es Jansen zufolge voran. Nachdem im Dezember begonnen worden war, die dritte Erweiterung des Gewerbegebietes Gipco zu erschließen, seien jetzt bereits „fünf bis acht Grundstücksverkäufe auf der Zielgeraden“.

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