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Erkelenz: Ausstellung Querbeet rund um Haus Hohenbusch

Sommerliche Werksschau in Erkelenz : Kunst wird „Querbeet“ zelebriert

Der Förderverein Hohenbusch lädt zur sommerlichen Werksschau seiner Künstler auf Haus Hohenbusch ein. Gemeinsam mit der Hildener Künstlergruppe H6 präsentieren sie unter dem Titel „Querbeet“ ihre Werke.

So hat eine Vernissage auf dem Gelände von Haus Hohenbusch noch nie ausgesehen – die Gäste sitzen mit großem Abstand auf Bänken im Park vor dem Herrenhaus, komplettiert wird das ungewöhnliche Bild durch die Schutzmasken, die von allen getragen werden. Doch diese Einschränkungen werden gerne in Kauf genommen, um die Eröffnung der ersten Kunstausstellung nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen mitzuerleben.

Der Förderverein Hohenbusch darf in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiern, die bisherigen Festivitäten mussten jedoch abgesagt werden. „Dies ist nun die erste Veranstaltung in diesem feierlichen Rahmen“, sagte Frank Körfer, Vorsitzender des Fördervereins. Auch die Begrüßungsworte der beiden Organisatorinnen Elke Bürger und Astrid Wolters – die beiden hatten im vorigen Jahr die Leitung und Organisation der Ausstellung von den Eheleuten Honigs und Voormanns übernommen – ließen die Hoffnung anklingen, dass mit der Ausstellung der Startschuss für den kulturellen Neubeginn nach Corona gefallen sei.

Unter dem Titel „Querbeet“ stellen insgesamt 45 Künstler ihre Werke aus. Der Titel spielt auf das geplante Beet hinter dem Herrenhaus von Haus Hohenbusch an, wo in Kürze auf rund 110 Quadratmetern ein Kräutergarten entstehen wird. Dennoch ließ der abstrakte Titel den Künstlern vollkommenen Entfaltungsfreiraum und vereint Ausstellungsstücke der denkbar verschiedensten Stilrichtungen zu einem faszinierenden Potpourri. Betont wurde dieser kaleidoskopische Effekt dadurch, dass sich die Künstler des Fördervereins für die diesjährige Sommerausstellung talentierte Verstärkung mit ins Boot geholt haben und gemeinsam mit der Künstlergruppe H6 aus Hilden ausstellen.

Während im Herrenhaus 21 kunstbegabte Mitglieder des Fördervereins ihre kreativen Erzeugnisse präsentieren, sind im im Obergeschoss des benachbarten Laienbrüderhauses die Werke der Gäste aus dem „Haus Hildener Künstler“ zu sehen. „Das Gesamtergebnis ist noch fantastischer, vielfältiger und ideenreicher als wir uns das hätten vorstellen können“, lobte Astrid Wolters die Kunstwerke, die von abstrakten Gemälden über detailverliebte Porträts zu lichtmalerischen Fotografien und ausgeklügelten Skulpturen reichen.

Wie immer wird die Sommerausstellung auch von einigen kulturellen Aktionen begleitet, die von der Kreissparkasse Heinsberg gesponsert werden. Am Pfingstwochenende konnten Kinder im Park Bienenwachstücher selbst herstellen, zudem sorgten eine Lesung mit Autor Helmut Wichlatz sowie ein Konzert des Duo EigenArt für Unterhaltung. Elke Bürger zeigte sich froh über den neuen Kontakt mit den Hildener Künstlern: „Die Zusammenarbeit ist super und bringt wertvolle Impulse mit, die die Ausstellung aufpeppen und ihr neuen Schwung verleihen“. Horst Thiele, der Vorsitzende von H6, sagte schließlich: „Wir sind sehr froh, heute hier zu sein – auch für uns ist das die erste Ausstellung nach dem Trubel, und wir wurden sehr freundlich aufgenommen.“ Die Kooperation der beiden Künstlergruppen soll auch in Zukunft weiteren Bestand haben, so sind die Erkelenzer Künstler im nächsten Jahr zu einer zweiwöchigen Ausstellung, die dann in Hilden stattfinden wird, eingeladen worden.