Erkelenz: Arbeit der Feuerwehr braucht mehr Respekt und keine Beschimpfungen

Worte zur Woche : Mehr Respekt und keine Beschimpfungen

Die Gefahr von Wald- und Flächenbränden ist im Erkelenzer Land gestiegen, weshalb die Feuerwehren an die Bevölkerung appellieren, alles zu vermeiden, was solche Schäden auslösen könnte.

Montag war über dieses Thema berichtet worden, und kurz darauf waren die Wehren zu ersten Einsätzen in diesem Sommer bei Ratheim, Oerath und Hoven alarmiert worden. Das macht den Appell noch einmal dringlicher, doch ist ein zweiter hinzugekommen: Rettungskräfte benötigen Zeit und Platz für ihre Arbeit und nicht, wie an der Landstraße 19 bei Hoven geschehen, Beschimpfungen von Autofahrern, die sich durch den Einsatz behindert fühlten. Solches Verhalten verdirbt nicht nur den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten die Laune.

Erkelenz schaute in dieser Woche auf, und das in zweierlei Hinsicht. Als am Dienstag das Modell des künftig elektrischen Erka-Busses durch die Innenstadt rollte, blickten viele Menschen auf und dem blau-weißen Kleinbus hinterher. Eine Frage war anschließend häufiger zu hören: Mit welchem Strom wird das Fahrzeug betrieben, etwa mit Braunkohlestrom? Nein, betonte die West Verkehr GmbH. Sie wird den Bus ab Januar allein mit Ökostrom betreiben. Aufgeschaut wurde auch, als das Cusanus-Gymnasium für ein Wetterexperiment einen Ballon mit einem Durchmesser von zweieinhalb Metern in den Himmel steigen ließ. Der flog – höher als jedes Flugzeug – bis nach Wuppertal, platzte und sank bei Werl auf die Erde  zurück. Jetzt können Schüler und Lehrer die gesammelten Zahlen, Daten, Fakten und Fotografien auswerten und dürfen sich eines Ergebnisses bereits sicher sein, der Feststellung, wie viel mehr Schule heute ist als Frontalunterricht.

Kurios war in dieser Woche, dass sich ein E-Scooter-Fahrer von seinem Mobiltelefon von Erkelenz nach Heinsberg navigieren ließ – über den Standstreifen der Autobahn 46. Richtig war es von der Polizei, nachdem sie den Mann in Ratheim in Empfang genommen hatte, die beiden Autofahrer zu loben, die den verirrten Fahrer des elektrischen Tretrollers über die Autobahn eskortiert hatten, damit ihm nichts passiert. So viel Umsicht und Rücksicht im Straßenverkehr, hier schließt sich der Kreis, würden sich Feuerwehr, Polizei und alle anderen Rettungskräfte immer wünschen. Das war vorbildlich.

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