Empfang und Festabend für Schützen aus Erkelenz

Auftakt zur Erkelenzer Schützensaison : Ein Abend mit Anerkennung für die Arbeit der Schützen

Der Bezirksverband Erkelenz feierte den Auftakt der Schützenfestsaison 2019. Zunächst waren die Majestäten, Abordnungen der Schützenbruderschaften und weitere Gäste zum Empfang in das Alte Rathaus eingeladen.

140 Majestäten, Ministerpaare, Brudermeister und rund 40 Einzelgäste begrüßte Hausherr Bürgermeister Peter Jansen dort. Die Feier sei ein „Zeichen der Anerkennung des Schützenwesens“, wandte er sich an die Anwesenden. „Sie organisieren viel und machen viel für das Gemeinschaftsgefühl in den Orten.“ Darüber hinaus hieß er den neuen Bezirksbundesmeister Alexander Tetzlaff willkommen. „Es muss Menschen geben, die Verantwortung übernehmen. Danke dafür, dass Du dich dazu bereiterklärt hast.“ Ebenso dankte er Sascha Quasten dafür, dass er diesen Posten kommissarisch übernommen hatte.

Im Besonderen ging Jansen auf die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Keyenberg ein. Sie feiert 570-jähriges Bestehen und lädt vom 25. bis 27. Mai zum Bezirksschützenfest in ihren Ort ein – das letzte Schützenfest im alten Ort. Dort ist die Majestätenwürde mit Königin Jennifer Pieper, Prinzessin Anna Goldhorn und Schülerkaiserin Hannah Kirfel fest in weiblicher Hand. Insgesamt wurde das Schützenwesen weiblicher, hatten doch zehn Damen den Vogel von der Stange geholt. Weitere runde Geburtstage stehen in diesem Jahr mit 260 Jahren in Gerderath, 140 Jahren in Gerderhahn, 140 Jahren in Golkrath, 110 Jahren in Kuckum und 90 Jahren in Houverath an. Unter den Gästen machte Jansen ebenso Vertreter aus Politik und Stadtrat sowie den stellvertretenden Diözesan-Bundesmeister Hermann-Josef Kremer aus. „Den Spaß unter die Menschen zu bringen, dafür stehen die Schützen“, bekräftigte Jansen und wünschte ein schönes Schützenjahr.

Ihm schloss sich als Redner Alexander Tetzlaff an, der zunächst die gute Zusammenarbeit der Schützen mit der Stadt hervorhob. Das sei eine Unterstützung für das Brauchtum. Dabei stammten viele Schützenbruderschaften ähnlich wie der alte Lambertusturm, der im 15. Jahrhundert erbaut wurde, aus dem Mittelalter. „Die Kirchtürme in den Dörfern sind sichtbare Zeichen für die Kultur, und wir sind ein immaterielles Zeichen der Kultur.“ Die Schützen ständen für Werte, die genauso alt sind wie die Kirchtürme und Kirchen in den Orten. Zudem wollte er eine Lanze brechen für die Einzelnen, die vor Ort die Arbeit machten und dafür sorgten, dass es ein großes Netzwerk gibt. Er bedankte sich auch bei Michael Königs, der als stellvertretender Bundesmeister dem Bezirksverband vorsteht.

Im Anschluss an den Empfang für geladene Gäste ging es zum Bezirkskönigsabend in die Stadthalle. Dort wurde Sascha Quasten das Sebastianus-Ehrenkreuz verliehen. Neue Bezirksmajestäten sind König Peter Topphoff mit Roswitha Aatz, Prinz Marcel Kuschel mit Michelle Winkels und Schülerprinzessin Abisha Verasingham.

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