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Erkelenzer Land: EM-Fieber allerorten

Erkelenzer Land : EM-Fieber allerorten

Auch im Erkelenzer Land ist die Fußball-Europameisterschaft nun Thema Nummer eins – und auf gutem Weg, nach der äußerst stimmungsvollen WM vor zwei Jahren ein erneutes Sommermärchen zu produzieren.

Schwarz-Rot-Gold – das sind spätestens seit dem Wochenende auch im Erkelenzer Land die beherrschenden Farben. Aus unzähligen Autos hängen Fähnchen mit der deutschen Flagge, auch etliche Häuser sind in den Nationalfarben geschmückt – es ist unverkennbar EM-Zeit. Und beim ersten Spiel der deutschen Mannschaft, dem überzeugenden 2:0-Sieg gegen Polen am Sonntagabend, stimmte nicht nur das Wetter, sondern auch die Leistung.

„EM-Hausaufgaben“ erledigt

Das sieht auch Josef Füßer so, der Marketing-Direktor der Kreissparkasse und frühere Fußballkreis-Vorsitzende: „Ich war überrascht, wie schnell und mit wie vielen Ideen die deutsche Mannschaft gespielt hat. Das lässt für den weiteren Turnierverlauf hoffen.“ Die eigenen „EM-Hausaufgaben“ habe die Kreissparkasse bereits erledigt: „Wir haben 500 Deutschland-Fähnchen und 2500 EM-Spielpläne kostenlos verteilt – und auch zehn Sets mit 16 in den Farben der EM-Teilnehmer gehaltenen Bällen.“

Begeistert von der um sich greifenden Stimmung ist Manfred Vits von der Stadtentwicklung Wegberg: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir wie vor zwei Jahren wieder ein Sommermärchen erleben werden.“ Dabei hofft er auf eine deutsche Finalteilnahme: „An dem Wochenende haben wir ja auch unseren Antoniusmarkt. Den wollen wir bis zum Endspiel am Abend beendet haben, dann geht’s mit allen ins Forum.“

Erkelenz’ Bürgermeister Peter Jansen freut sich auch: „Es ist einfach schön zu sehen, wie sich die Menschen freuen.“ Das findet auch Petra Gatzen, Inhaberin des Via Veneto auf dem Markt: „Es war toll, wie sehr beim Deutschland-Spiel die Leute mitgefiebert haben. Die meisten waren im Trikot da.“ Sie selbst sei kein großer Fußballfan: „Muss aber auch nicht sein. Ich trinke ja auch keinen Whisky, nur weil ich den verkaufe. Hauptsache, die Leute haben Spaß.“

Sehr gut an kommt im Via auch die Aktion einer großen Brauerei, bei der man für elf Bier ein EM-Glas mit nach Hause nehmen darf. „Einer hatte am Ende exakt 44 Striche auf dem Deckel“, schmunzelt Mitarbeiterin Aksana Dorenbus.

Vor der benachbarten „Kämm-Bar“ weht seit Sonntag eine große Deutschlandfahne. „Ich hoffe mal bis zum Endspiel“, sagt Mitarbeiterin Franziska Paulsen, die sich nur bei Welt- und Europameisterschaften für Fußball interessiert. Ein wenig sogar EM-leidgeprüft ist dagegen Anke Winzen, Frau von „beets’n’berries“-Chef Norbert Winzen: „Ich bin zurzeit auf eine Rolle als Pizza-ans-Sofa-Bringerin reduziert“, sagt sie scherzhaft.

Alles zur EM unter www.rp-online.de/euro2008

(RP)