Erkelenz: Ein Prinzenfrühstück mit viel Gesang

Erkelenz: Ein Prinzenfrühstück mit viel Gesang

Ein singender Elferrat, ein singender Prinz und eine singende Gästeschar - die EKG hatte am Rosenmontag ins Alte Rathaus eingeladen.

Ein stimmgewaltiger Männerchor eröffnete das traditionelle Prinzenfrühstück der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft von 1832, zu dem am Rosenmontag stets ins Alte Rathaus am Markt eingeladen wird. Markus Forg und der Elferrat der EKG brachten die Karnevalisten mit "Blau und Weiß sind unsere Farben" in Stimmung, bevor später ein noch größerer Chor den Pagen Felix Becker besang, der Montag an der Seite des Prinzenpaares Roland I. und Kristina (Knippertz) sowie von Kronprinzessin Sophia seinen achten Geburtstag feierte. Damit allerdings war noch nicht genug gesungen - denn der Prinz musste ebenfalls noch einmal seine Stimmbänder in Schwingung versetzen, bevor er am Nachmittag mit einem vielfachen "Maak Mött" durch die Straßen seiner Heimatstadt fahren durfte.

Der Elferat der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft und Markus Forg machen mit "Blau und Weiß sind unsere Farben" den Anfang beim Prinzenfrühstück im Alten Rathaus. Foto: spe

In der EKG war ein altes Sessionsheft von 1981 wieder aufgetaucht, in dem Roland Knippertz und Carsten Forg als junges Stimmungsduo angekündigt waren. Und diesen Fund nutzte die Gesellschaft gestern gerne, um ihren Prinzen herauszufordern, mit dem damaligen Gesangspartner noch einmal zu singen, was damals von ihnen gesungen worden war: "Denn mer woren en d'r Kayjass en d'r Schull". Und weil Carsten Forg bei dieser Gelegenheit verriet, dass das Duo im selben Jahr noch bei einem Gesangswettbewerb zum Lambertusmarkt auf der Bühne gestanden hatten, war unter den Gästen des Prinzenfrühstücks schnell geklärt, dass als Zugabe fällig war, was es seinerzeit vorgetragen hatte: "Nippel durch die Lasche zieh'n".

Prinz Roland I. und Carsten Forg singen wie 1981 "Denn mer woren en d'r Kayjass en d'r Schull". Foto: spe

Nicht nur gesungen, auch gesprochen wurde gestern beim Prinzenfrühstück im Alten Rathaus viel. In Reimform schaute Klaus Reul, der Sitzungspräsident der EKG, auf die Session zurück. Prinz Roland I. beschrieb er als einen, "der mit Menschen umgehen kann", und über die Prinzessin Kristina hieß es, sie sei "bildhübsch, als sei sie gemalt, steht sie auf der Bühne und strahlt". Auch die Minister Dirk Franke und Thomas Becker, Page Felix Becker, der Hofmarschall Theo Görtz wie auch Hofkutscher Heinz Schaffrath wurden von Klaus Reul mit schönen Worten bedacht, die auch die Kronprinzessin Sophia als "kleinen Sonnenschein" einschlossen, die jedes Herz erreiche.

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Den Dank an die EKG gab Prinz Roland I. zurück. Es sei wunderbar gewesen, wie die Aktiven die Tollitätenfamilie bei all ihrem Tun unterstützt hätten. Dank galt auch der eigenen Familien, die dem Prinzenpaar und ihrer Tochter den Rücken freigehalten habe. "Die Zeit ist so schnell verflogen, das hätten wir uns vorher nicht vorgestellt", bilanzierte Roland I. und wies auf etwas hin, das von dieser Session dauerhaft bleiben wird: "Wir hatten eine Regierungserklärung, in der wir erreichen wollten, dass für die gefällte Linde am Alten Rathaus elf neue auf der Kölner Straße gepflanzt werden: Innerhalb von 24 Stunden hatten wir Spender für alle elf Bäume, die närrische 555 Euro für die Linden und deren Pflanzung gegeben haben." Derzeit stünden die Bäume in Kübeln am Konrad-Adenauer-Platz und warteten nur noch darauf, dass das Wetter wechsle: "Wenn es passt, werden sie eingepflanzt, zwar nicht alle auf der Kölner Straße, aber in unserem Stadtgebiet."

Singen, Sprechen und Tanzen steuerten zum Prinzenfrühstück außerdem die "Geschwister in der Bütt" bei, die von der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft nach 2017 erneut für diese Gelegenheit verpflichtet werden konnten. Lena und Niklas sangen, tanzten und unterhielten die Frühstücksgäste von Sophia, Kristina und Roland I. - und stimmten ein auf das, was an diesem Rosenmontag noch kommen sollte.

(spe)