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Hückelhoven: Die Gemeinde ist zusammengewachsen

Hückelhoven : Die Gemeinde ist zusammengewachsen

In der Ratheimer Friedenskirche feierte die evangelische Kirchengemeinde – wie im Sommer bereits in Gerderath – 50-jähriges Bestehen. Ein Jubiläum in Zeiten des kirchlichen Umbruchs.

50 Jahre evangelische Kirchengemeinde Ratheim-Gerderath: Mit einem musikalischen Gottesdienst und anschließendem Empfang wurde am Wochenende das Jubiläum gebührend gefeiert.

In der voll besetzten Friedenskirche erinnerte Pfarrerin Susanne Bronner an den ersten Teil der Festlichkeiten, der bereits im Sommer in Gerderath stattgefunden hatte. Die Doppelgemeinde, die bis heute zu zwei Kommunen, Erkelenz und Hückelhoven, gehört, weist einige Besonderheiten auf. So habe Ratheim früher zur Wassenberger Kirchengemeinde gehört. Die evangelische Friedenskirche, eingeweiht am dritten Advent 1961, sei noch von der Kirchengemeinde Wassenberg geplant und gebaut worden, erläuterte die Pfarrerin. Die Gerderather Kirchengemeinde habe zu Schwanenberg gehört.

Lange und zum Teil auch heftige Diskussionen seien dem heutigen Gemeindezuschnitt vorausgegangen. Am dritten Advent zu feiern, hat in der Doppelgemeinde eine lange Tradition. Die feierliche Einweihung der Gerderather Kirche habe man 1967 auch am dritten Advent gefeiert, ebenso den ersten Gottesdienst nach den umfangreichen Renovierungsarbeiten der Ratheimer Friedenskirche im Jahr 1979.

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Das 50-jährige Bestehen der Kirchengemeinde werde von einigen wie ein Kindergeburtstag empfunden, machte Bronner in ihren Ausführungen deutlich. Schließlich hätten benachbarte Kirchengemeinde schon ihre 400-Jahr-Feiern hinter sich. Im Laufe der Jahre seien die beiden Gemeindeteile zusammengewachsen: "Nach schwierigen Anfangsjahren hat man sich zusammengerauft."

Die evangelische Pfarrerin erinnerte an die Schließung der Schaufenberger Kreuzkirche und des angegliederten Jugendtreffs "Refugio" am 28. Oktober. Dies sei ein schmerzhafter Schritt gewesen - fünf Jahre vor dem Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen der Schaufenberger Kirchengemeinde. Der "völlig veränderten Situation" müsse man jedoch Rechnung tragen, sagte Bronner. Und weiter: "Ich hoffe, dass unsere Nachfahren hier auch noch das 100-jährige und 150-jährige Bestehen feiern werden."

Ein Jubiläum sei immer auch Anlass, die eigenen Wurzeln neu zu entdecken, sich an schöne Zeiten zu erinnern, die man gemeinsam erlebt habe, aber auch an schwierige Situationen.

Beim gemütlichen Beisammensein nach dem gut besuchten Gottesdienst überbrachte die Pfarrerin Grüße des Superintendenten Jens Sannig, der die Doppelgemeinde Ratheim-Gerderath bereits im Sommer beim Jubiläumsauftakt besucht hatte.

Gemeindereferentin Brigitta Schelthoff gratulierte im Namen der katholischen Gemeinschaft der Gemeinden (GdG).

(cb)