Die Feuerwehren im Erkelenzer Land rückten aufgrund Sturmtief Eberhard zu vielen Einsätzen aus

Sturmtief Eberhard im Erkelenzer Land : Kind bei Sturm durch Mauereinsturz verletzt

Sturmtief „Eberhard“ ließ am Sonntagnachmittag, 10. März, die Telefonleitungen der Feuerwehren im Erkelenzer Land glühen – sofern die Kabel denn noch funktionierten, denn teilweise fielen Bäume in Telefon- und Stromleitungen. Ein Kind wurde von einer einstürzenden Mauer verletzt.

In Hückelhoven begannen die Einsätze um 14.30 Uhr im Industriegebiet Baal, dort hatte eine Brandmeldeanlage angeschlagen. Dies stellte sich jedoch als Fehlalarm heraus. Dann aber, parallel zum Wind, der nun starke Böen mit sich brachte, häuften sich die Notrufe. „Ab 14.40 Uhr wurde die Einsatzzentrale fest besetzt und alles von dort aus gesteuert“, sagte Presseprecher Josef Loers. Insgesamt 45 Einsätze im Zusammenhang mit dem Sturm verzeichnete die Hückelhovener Feuerwehr am Sonntagabend. In Hilfarth wurde ein Kind verletzt, als eine Mauer einstürzte und es unter sich begrub. Zusammen mit dem Rettungsdienst befreiten die Feuerwehrleute das Kind, welches dann ins Krankenhaus gebracht wurde. Ein weiterer markanter Einsatz erfolgte bei der Firma WEP für Strom, Gas und Fernwärme. Dort brannte ein Schaltschrank, 22 Einsatzkräfte waren vor Ort. Zwei Mitarbeiter der Firma wurden aufgrund des Brands leicht verletzt. Nach einer Versorgung vor Ort blieben sie an ihrem Arbeitsplatz. „Der Brand deutet aber eher auf einen technischen Defekt und nicht auf einen durch den Sturm verursachten Schaden hin“, sagte Loers. Mehr Hückelhovener wurden glücklicherweise nicht verletzt. Loers berichtet ansonsten von typischen Sturmschäden wie losen Ziegeln oder von Bäumen, die auf Dächer oder Garagen fielen. Insgesamt 100 Feuerwehrleute waren mit 21 Wagen  im Einsatz.

Böse erwischt hat es den Saal des Restaurants Burg Wassenberg, als ein riesiger Baum in selbigen fiel. Wie Wehrleiter Holger Röthling mitteilte, hatte das Restaurant zu jenem Zeitpunkt Gäste, der Saal jedoch war zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise leer und es entstand lediglich ein Gebäudeschaden. Darüber hinaus sorgten herunterfallende Ziegel dafür, dass die Wassenberger Einsatzkräfte den Bereich um die Kirchen in Effeld und Birgelen sperren mussten. Das betraf am Sonntagabend die Straße Entenpfuhl und Mühlenstraße und wird wohl auch noch für Montag gelten. 83 Feuerwehrleute und 14 Fahrzeuge entsendete die Wassenberger Feuerwehr zu insgesamt 30 Einsätzen.

Von Glück im Unglück kann man in Wegberg sprechen. Ein Auto, in welchem eine Person saß, wurde von einem umfallenden Baum getroffen. Der Person ist jedoch nichts passiert, berichtete Einsatzleiter Dietmar Gisbertz. Darüber hinaus fielen Bäume in Strom- und Telefonleitungen und sorgten für Störungen. Energieversorger NEW unterstützte die Feuerwehr, sagte Gisbertz. Hilfe erhielten die Feuerwehrleute auch vom Bauhof in Form eines Fahrzeugs mit Bühnenaufsteiger. Zusammen mit dem Drehleiter-Fahrzeug konnten umgeknickte oder gefährdete Bäume beschnitten oder gefällt werden. Insgesamt 57 Einsätze zählte die Wegberger Feuerwehr.

Um Punkt 15.54 Uhr traf der erste Notruf in Erkelenz ein, sagte Brandinspektor Helmut van der Beek. Bis zum Sonntagabend verzeichnete die Feuerwehr 23 Einsätze in Borschemich, Kuckum, Venrath, Granterath, Gerderath, Gerderhahn, Hetzerath, Holzweiler, Katzem und Lövenich. Zehn Fahrzeuge entsendete die Feuerwehr. „Alles in allem ist hier aber nichts Gravierendes passiert“, so van der Beek. „Es blieb bei sturmtypischen Sachschäden durch heruntergefallene Dachziegel oder umgefallene Bäume.“

Am Sonntagabend wies die Feuerwehr Wegberg eindrücklich darauf hin, auch am Montag noch Vorsicht walten zu lassen, denn es liege zum Beispiel noch viel loses Astwerk auf den Straßen. Besonders Kinder sollten auf ihren Schulwegen achtsam sein.

(sasa)
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