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Erkelenz: Der Trend geht zum Pedelec und E-Bike

Erkelenz : Der Trend geht zum Pedelec und E-Bike

Vier geführte Touren bei bestem Fahrradwetter und ein buntes Rahmenprogramm: Erkelenz ist erfolgreich in den Fahrradfrühling gestartet. Actionreicher Hingucker auf dem Markt war das "Bike Loop".

Wer in Sachen Fahrradfahren an pure Muskelkraft, ölverschmierte Hände und das Klappern von Werk- und Flickzeug denkt, radelt dem Trend weit hinterher: Elektromotoren liegen im Trend, das zeigte der sechste Erkelenzer Fahrradfrühling und nebenbei eine Vielfalt unterschiedlichster Ein- und Zweiräder. Weich gefederte Fun-Räder und "Segways", bei denen Gewichtverlagerung für Geschwindigkeit sorgte, waren gern genutzte Variationen des klassischen Fahrrads.

Zwischen vier geführten Radtouren durch das Erkelenzer Land konnten die Fahrradbegeisterten wählen. Besonders beliebt war die Mispelbaumtour, die von Wilfried Mercks vom Vorstand des Heimatvereins geleitet wurde. Auf die Spuren des geldrischen Wappenbaumes und acht Erkelenzer Dörfer, die im Jahr 2009 ihr 700-jähriges Bestehen feierten, begaben sich die erfreulich zahlreichen Mitfahrer. Weitere Ziele waren, wie in den Jahren zuvor, der Ultraleichtflugplatz, Tüschenbroich und Haus Hohenbusch, sowie das Feuerwehrmuseum Lövenich.

In den Tourgruppen konnte man die besonderen Zweiräder bereits finden. "Das Pedelec ist der Renner bei den Fahrradfreunden. Man kann im Prinzip unendlich weit fahren", sagte André Derouaux von der Fahrradschmiede Lövenich. "Auch junge Menschen greifen eher zu der flexiblen Variante mit Antrieb." Zwischen 2000 und 2500 Euro kostet solch ein "Pedal Electric Cycle" mit Elektromotor, das auch im Erkelenzer Land immer beliebter wird.

Begeistert zeigte sich auch Heinz Nießen. "Irgendwann werde ich umsteigen. Für Urlaubstouren ist ein E-Bike super", sagte der Vorsitzende des Radsportvereins Adler Tenholt 1903. Mit Helfern aus dem Verein, kümmerte er sich bei der erstmalig initiierten Fahrradbörse darum, dass gebrauchte Räder den Besitzer wechseln konnten.

Spaß und Action rund um das Thema Fahrrad gab es auf dem Marktplatz an vielen Ecken. Der BMX-Gruppe aus Arsbeck-Büch waren selbst zwei Reifen schon zu altbacken. In ihrer Stunt-Show unterhielten sie mit Kunststücken auf dem Einrad. Für die mutigsten Besucher ging es auf dem "Bike Loop" hoch hinaus: Eric Oellers (17) schaffte eine komplette Drehung auf der Fahrrad-Attraktion. "So bin ich auch noch nie Fahrrad gefahren", sagte der Erkelenzer. Auch die Kunst kam nicht zu kurz: Die auffällig verzierten Fahrräder, die der Erkelenzer Kunsttreff im letzten Jahr gestaltet hatte, waren seit Tagen in der Innenstadt zu sehen. "Sie wurden kontrovers diskutiert", sagte Elke Bürger. Sie erfüllten damit ihren Zweck, auf den Fahrradfrühling aufmerksam zu machen.

Peter London vom NRW-Verkehrsministerium zeigte sich zufrieden: "Erkelenz engagiert sich vorbildlich", sagte der Gerderather. Viele Bürger danken es der Stadt und nutzen die Radwege im Stadtgebiet fleißig, aber auch vielfältig, ob auf einem, zwei Rädern, mit Motoren oder auch per Muskelkraft angetrieben.

(jessi)