Der Kückhovener Ascheplatz wird zu einem Kunstrasenspielfeld umgewandelt

Bewilligung des Sportausschusses : Ein Kunstrasen für Kückhoven

Der Ascheplatz an der Katzemer Straße, der aktuell von der Gemeinschaftsgrundschule und dem TuS Germania genutzt wird, soll im kommenden Jahr in ein Kunstrasenspielfeld umgewandelt werden. Die Gesamtkosten liegen bei etwa 500.000 Euro.

„Es ist ein jahrelanges Anliegen der Stadt und natürlich auch des Vereins, die Sportanlage in Kückhoven zu verbessern“, erklärt Hans-Heiner Gotzen, Erster Beigeordneter der Stadt Erkelenz. Viele Jahre gab es Diskussionen um den Bau eines neuen Spielfeldes in dem Erkelenzer Stadtteil. Ein gemeinsames Kunstrasenprojekt zwischen dem durch den Braunkohleabbau umgesiedelten SV Immerath und TuS Germania Kückhoven konnte in der Vergangenheit nicht realisiert werden. Nun aber hat der Ausschuss für Kultur und Sport das Startsignal gegeben, um den kleinen Kückhovener Ascheplatz in ein Kunstrasenspielfeld umgestalten zu können; aktuell wird dieser von der Gemeinschaftsgrundschule und vom TuS Germania genutzt.

Der direkt neben dem großen Rasenplatz der Anlage gelegene Ascheplatz war bereits seit vielen Jahren sanierungsbedürftig. „Man konnte darauf noch ein klein bisschen kicken, mehr aber auch nicht. Der Platz hätte sowieso neu gemacht werden müssen“, erzählt Werner Sielschott, Vorsitzender des A-Kreisligisten im Gespräch mit unserer Redaktion. In den vergangenen Jahren ist der Verein zudem wieder deutlich gewachsen, zählt aktuell knapp 600 Mitglieder. Davon unterteilen sich insgesamt 304 Fußballer in 13 Mannschaften. „Wir haben alle Altersklassen von den Minis bis zur A-Jugend besetzt, dementsprechend viele Mannschaften knubbeln sich für den Trainings- und Spielbetrieb, sodass wir in der Vergangenheit auch immer wieder auf externe Plätze ausweichen mussten“, erklärt Sielschott weiter.

Bereits mit Beginn des neuen Jahres soll mit der Ausschreibung und Planung des Projektes begonnen werden, sodass die Umwandlung des Platzes schnellstmöglich über die Bühne gebracht werden kann. Die Gesamtkosten der Maßnahme sollen sich dabei auf 510.000 Euro belaufen. Davon werden 350.000 Euro aus dem Landesförderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“ beantragt, weitere 100.000 Euro steuert TuS Germania Kückhoven als Eigenanteil bei. Die Stadt Erkelenz wird die Errichtung des Platzes als Auftraggeber ausführen. Damit der Platz ganzjährig bespielt werden kann und damit gleichbedeutend die aktuell intensive Nutzung des angrenzenden Rasenplatzes reduziert werden kann, wird zusätzlich eine Flutlichtanlage errichtet. So ist der Kunstrasenplatz für den Trainingsbetrieb aller Mannschaften sowie für den Spielbetrieb bis zu den D-Junioren geeignet. „Der Platz wird einiges bei uns entzerren und ist ein deutlicher Fortschritt für unseren Verein“, sagt erfreut der erste Vorsitzende.

„Bei einem Kunstrasenplatz ist die richtige und intensive Pflege das A und O. Ansonsten ist die Lebensdauer eines solchen Platze begrenzt“, merkt Hans-Heiner Gotzen an. Daher lässt die Stadt Erkelenz die zukünftig durch den Verein durchgeführten Pflege- und Wartungsarbeiten vertraglich regeln. „Der Verein bestellt einen verantwortlichen Platzwart zur Pflege auf eigene Kosten. Die regelmäßigen Wartungsarbeiten erfolgen auf Kosten des Vereins durch eine Fachfirma“, heißt es in dem Beschluss des Sportausschusses. Da der angrenzende Baumbestand dem Platz durch herabfallendes Laub, liegengebliebene Spelzen und Schattenwirkung Schaden könnte, wird dieser vor der Umwandlung ausgedünnt. „Die dadurch gerodeten Bäume werden an einer anderen Stelle natürlich ersatzgepflanzt“, verspricht Gotzen.