Erkelenzer Land: Das wollen wir 2017 lesen

Erkelenzer Land : Das wollen wir 2017 lesen

Unser nicht ganz ernst gemeinter Jahresausblick, oder: Fake-News, mit denen Sie bei jeder Silvesterparty glänzen können.

Es geht aufwärts in Erkelenz, Hückelhoven, Wassenberg und Wegberg - jedenfalls in unserem Jahresausblick mit Augenzwinkern. Wie schön wäre es, wenn manche Schlagzeile tatsächlich Wirklichkeit würde... okay, nicht alles ist realistisch. Aber, liebes 2017, wir freuen uns jedenfalls schon auf Dich.

ERKELENZ Peter Jansen gab kürzlich zu Beginn des Schöffenessens einen bemerkenswerten Hinweis: Der Bürgermeister von Erkelenz erklärte die Verspätung von drei Herrschaften der Gesellschaft damit, sie seien wohl in der U-Bahn steckengeblieben! U-Bahn? Als fahrradfreundlich und autofahrerorientiert (Parkleitsystem) gilt Erkelenz bekanntlich ja schon. Und tatsächlich: 2017 folgt der nächste Schritt in der von der SPD vielgescholtenen Verkehrspolitik der Stadt: Die Erka-U-Bahn kommt!

Als Vorbild dient die London Underground als älteste U-Bahn der Welt. Spätestens Ende 2017 wird unterhalb der Erka-Stadt eine U-Bahn mit vergleichbarer Netzlänge verkehren. Das Projekt soll vor allem das allmorgendliche Verkehrschaos auf der Krefelder Straße beenden und dafür sorgen, dass das Baugebiet Oerather Mühlenfeld, das eine eigene U-Bahn-Station erhält, wachsen und die Metropole Erkelenz weiter ungehindert Fahrt aufnehmen kann. Sollen sich die Heinsberger den Titel Kreisstadt doch endgültig an den Hut stecken!

HÜCKELHOVEN "Kontroverse um KFC-Kette!" Solche Schlagzeilen möchte in Hückelhoven im neuen Jahr niemand mehr lesen. Dass die Fastfoodkette Kentucky Fried Chicken plant, eine Filiale am Fuß der Millicher Halde zu eröffnen, rief SPD und Grüne auf den Plan: Zu viel Verkehr, beklagt Rot-Grün, und das wunderschöne Gestrüpp und Gebüsch sei auch in Gefahr. Jedoch, wo immer in Hückelhoven ein Problem auftaucht, hat Bürgermeister Bernd Jansen längst die Lösung parat: 2017 wird in Hückelhoven eine Seilbahn errichtet, die vom Förderturm aus die Spitze der Millicher Halde für das breite Publikum erschließt. Hoch oben über Hückelhoven eröffnet KFC dann mitten auf der Halde den Gourmet-Tempel namens "Rurblick". Finanziert wird das Projekt "Hühnchen auf der Halde" übrigens von den drei Milliönchen, die NRW-Verkehrsminister Groschek kürzlich bei einem seiner zahlreichen Besuche in der ehemaligen Zechenstadt aus der Hosentasche gefallen sind.

WASSENBERG Mal ehrlich, was wäre Wassenberg ohne die Burg? Genau! Und deshalb war die Erleichterung riesig, als sich nach Monaten zäher Investorensuche für das seit Ende 2015 verwaiste historische Wahrzeichen der Stadt ein Investor fand, der dem touristischen und gastronomischen Aushängeschild Wassenbergs neues Leben einhauchen möchte. Jetzt kam raus: Bürgermeister Manfred Winkens arbeitet hinter den Kulissen an der Umsetzung der Ziele aus einem streng geheimen Strategiepapier mit dem Titel "Zurück in die Zukunft". Demnach soll 2017 nicht nur die Burg in altem Glanz erstrahlen, auch die alten Ritter kehren nach Wassenberg zurück, und die historische Stadtmauer wird ringsrum wieder aufgebaut. Wassenberg soll in Mittelalterlich Phantasie Spectaculum umbenannt werden. Und wie anno 1085 es Graf Gerhard tat, wird sich anno 2017 Bürgermeister Manfred Winkens für die Burg Wassenberg als seinen neuen Wohn- und Dynastiesitz entscheiden.

WEGBERG Steuererhöhungen? Schulschließungen? Sparen? Ach, was! Was bislang niemand ahnte: In den Tiefen des Wegberger Rathauskellers schlummerte jahrhundertelang ein Goldschatz, den Stadtarchivar Thomas Düren vor wenigen Wochen fand. Der Historiker stieß auf die verstaubte Truhe mit den goldenen Klunkern, als er während der Vorbereitungen zu den 1050-Jahr-Feierlichkeiten im Stadtarchiv nach der Kaiserurkunde von Otto I. aus dem Jahr 966 kramte. Jetzt wird Wegberg nicht nur für schuldenfrei erklärt, sondern zugleich zur reichsten Kommune Deutschlands. Und das hat Konsequenzen: Wer sein Auto in der Wegberger Innenstadt abstellt, erhält ab 1. Januar 2017 zehn Euro pro Stunde aus den Parkuhren. Diese Sofortmaßnahme soll zur Belebung der Wegberger Innenstadt beitragen.

Bürgermeister Michael Stock (SPD) wurde übrigens diese Woche in Monheim gesichtet. Monheim - Sie wissen schon, das ist das Panama City des Rheinlands! Dort traf sich Stock zu einem Arbeitsessen mit seinem Amtskollegen Daniel Zimmermann. Es soll tatsächlich, liebe Wegberger, um die Frage gegangen sein, wie man effektiv Steuern senkt. Aus dem NRW-Innenministerium verlautete derweil, dass bereits das nächste Schreiben aus Wegberg vorliegt. Die Stadt habe beantragt, künftig neben dem Zusatz "Mühlenstadt" auch die Bezeichnung "Steueroase" im Briefkopf führen zu dürfen. Zu rein touristischen Zwecken, versteht sich. Versehen mit dem Slogan: "Oh, wie schön ist Panama!"

(RP)
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