Erkelenz: Das müssen Sie zur Tour de France in Gladbach wissen

Erkelenz : Das müssen Sie zur Tour de France in Gladbach wissen

Das Radsport-Großevent am 2. Juli wird Auswirkungen auf nahezu alle Lebensbereiche haben.

Die Tour de France führt am 2. Juli auf 20 Kilometern durch ganz Mönchengladbach, bevor es kurz durch Erkelenzer Stadtgebiet weiter in Richtung Lüttich geht. Neben einem bunten Rahmenprogramm und dem eigentlichen sportlichen Ereignis wird es in Mönchengladbach viele Straßensperrungen und Einschränkungen geben. Im Zentrum der Planungen stehen auch die Sicherheitsvorkehrungen.

Sperrungen Grundsätzlich ist die gesamte Strecke am Sonntag, 2. Juli, von 8 bis gegen 18 Uhr gesperrt. Bis 10 Uhr können noch vier Querungen genutzt werden. Diese befinden sich an der Korschenbroicher- und Volksbadstraße, der Rheydter-, Hof- und Brunnenstraße, der Wickrather- und Berliner Straße sowie an Reststrauch und Geistenbecker Ring. Die Bismarckstraße wird bereits am Samstag, 1. Juli, ab 18 Uhr komplett gesperrt. Dort sind zudem auch die Anrainerstraßen betroffen, die abgeriegelt werden. Von der Tour ist auch die A 61 betroffen. Die Zu- und Abfahrt Wickrath ist am Tag der Tour von 7 bis 20 Uhr gesperrt. Die Abfahrt Güdderath ist befahrbar, die Weiterfahrt in Richtung Wickrath aber nicht möglich.

Halteverbot Entlang der gesamten Strecke gilt ab Samstag, 1. Juli, 18 Uhr, bis zum Sonntag, 2. Juli, gegen 18 Uhr ein Halteverbot. Davon betroffen sind stadtweit rund 3500 Parkplätze. Ein generelles Halteverbot gilt aus Sicherheitsgründen für Campingwagen entlang der kompletten Strecke. Als Ausgleich kann am Sonntag zum Teil auch auf Schulhöfen geparkt werden.

Nahverkehr Die Stadt richtet am Tour-Tag einen Shuttleservice für Besucher ein. Mit Bussen bringt die NEW Besucher von Parkplätzen am Borussia-Park zur Mittelstraße nach Rheydt und zur Aachener Straße nach Gladbach. Parkplätze und Shuttle sind kostenfrei. Am 2. Juli werden zudem mehr Busse eingesetzt, der geänderte Fahrplan mit allen Informationen ist ab dem 19. Juni auf der Homepage der NEW zu finden. Wegen der Sperrung der Bismarckstraße fahren Buslinien im Bereich Bismarckstraße/-platz bereits ab Samstag, 15 Uhr, Umleitungen. Von den Sperrungen sind neben dem ÖPNV zum Teil auch Radfahrer betroffen, die die Strecke nicht kreuzen können. Gleiches gilt für Fußgänger, etwa an der Bismarckstraße. Für Fahrräder gibt es entlang der Strecke extra Stellplätze, auch an den beiden Radstationen am Hauptbahnhof und am Bahnhof Rheydt können die Zweiräder kostenfrei abgestellt werden.

Sicherheit Das Sicherheitskonzept befindet sich noch in der finalen Abstimmung. Der Großteil steht aber bereits. Rund um die Bismarckstraße finden bereits in den vorgelagerten Straßen Taschenkontrollen statt. Zudem wird es sogenannte Lkw-Sperren geben, deren genaue Position aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben wird. In den gesperrten Nebenstraßen geparkte Autos dürfen am Tour-Tag nicht mehr bewegt werden. Polizei und Sicherheitsdienst sind mit verstärktem Aufgebot vor Ort. Wegen der hohen Geschwindigkeit des Fahrerfelds während der Sprintwertung auf der Bismarckstraße wird der Bereich mit speziellen Zäunen eingegittert, um die Sicherheit der Besucher und Fahrer zu gewährleisten. Über zwei Querungen entlang der Straße ist es den Einsatzkräften zudem möglich, bei Notfällen auf die Strecke zu gelangen.

Zuschauerplätze Der Bereich, an dem die Sprintetappe rechts und links der Rathenau- und Bismarckstraße entlang geht, wird in insgesamt 14 verschiedene Blöcke eingeteilt. Dort sollen etwa 20.000 Besucher Platz finden. In jedem einzelnen Block darf nur eine begrenzte Anzahl Zuschauer das Spektakel beobachten. Der Zugang wird nur mit einem Bändchen in der jeweiligen Farbe möglich sein. Diese Zugangsbändchen erhält man erst am 2. Juli vor Ort an den Kontrollstellen der jeweiligen Blöcke. Ist der einzelne Block voll, so gibt es keinen Zutritt mehr. Auch das Wechseln von Block zu Block ist während der Veranstaltung nicht möglich. Wer jedoch ein Bändchen hat, kann seinen Bereich frei verlassen und wieder betreten.

Unter tourfieber.de können Besucher die wichtigsten Informationen zur Besucherführung mobil abrufen. Inbegriffen ist auch eine Ampel, die anzeigt, wie voll die Blöcke sind.

In Richtung der Kaiser-Friedrich-Halle wird der Gehwegbereich an der Bismarckstraße rechts größer sein als an der linken Straßenseite. Rechts, also von Block 1 bis 6, dürfen sich Besucher mit Rollatoren und Kinderwagen aufhalten. Hunde, Fahrräder und Rollstühle sind dort ausdrücklich verboten. An der linken Seite, also 7 bis 14, sind nur Fußgänger erlaubt - keine Hunde, Fahrräder, Rollatoren, Rollstühle oder Kinderwagen. Für Rollstuhlfahrer gibt es einen eigenen Bereich. Betroffene können sich unter Lena.Paschanns@mgmg.de oder unter 02161 252406 anmelden.

Rahmenprogramm Die Stadt richtet drei Hot-Spots ein, an denen Besucher von 10 bis 18 Uhr neben der Sicht auf die Rennstrecke auch ein buntes Rahmenprogramm erleben können. An allen Hot-Spots wird es LED-Großbildleinwände geben, auf denen das gesamte Rennen vom Start in Düsseldorf bis zum Ziel in Lüttich verfolgt werden kann. Eine weitere Leinwand wird in Höhe der Sprintwertung am Bismarckplatz/Kaiserstraße stehen.

Der erste Hot-Spot befindet sich an der Kaiser-Friedrich-Halle, unmittelbar vor der ersten Sprintwertung. In Verbindung mit dem Niederrheinischen Radwandertag steht hier das Programm besonders unter dem Motto Radfahren. Ein weiterer Hot-Spot liegt am Tellmannplatz in Rheydt. Dort steht das vom City Management geplante Programm vor allem unter dem Motto Frankreich. Kulinarische Spezialitäten sollen französisches Flair vermitteln. Für Familien eignet sich besonders der dritte Hot-Spot am Wickrather Marktplatz. Von 10 bis 18 Uhr gibt es dort ein buntes Programm vor allem für Kinder: Mehrere große Hüpfburgen sollen für Spaß bei den Kleinen sorgen. Für Kulinarisches und einen guten Blick auf die Strecke und LED-Leinwand ist auch hier gesorgt.

(RP)
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