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Erkelenz: Das Engelsgesicht bleibt verborgen

Erkelenz : Das Engelsgesicht bleibt verborgen

Gibt es ihn oder gibt es ihn nicht? Es ist und bleibt eine Glaubensfrage! Indizien für seine Existenz gibt es nicht. Unter dem Motto "Wie stelle ich mir meinen Schutzengel vor?" präsentierten acht Kinder und Jugendliche ihre Bilder in der Pfarrkirche Sankt Laurentius in Houverath in einer Ausstellung.

Der Hintergrund ist mit dunkel wirkenden Blautönen dargestellt. So sticht der weiße Engel ohne Gesicht mit gelbem Heiligenschein dem Betrachter förmlich ins Auge. Lisa, 17 Jahre alt, hat diesen Engel gemalt. "Ich finde, dass Schutzengel sehr persönlich sind, daher habe ich meinem Engel kein Gesicht gemalt", erläutert sie ihr Werk. "Der Hintergrund soll das Gefühl erzeugen, dass eine bedrohliche Situation vorhanden ist, und der weiße Engel bringt das Licht und wendet die Gefahr ab." Auf die Frage, ob sie an Schutzengel glaube, erwidert sie nachdenklich: "Das kommt auf die Situation an. Ich glaube nicht an eine Engelsform, wohl aber, dass in bestimmten Situationen Freunde zum Schutzengel werden können."

Janina, 13 Jahre alt, hat einen Engel in einem rosa Kleid gemalt, dessen Flügel ebenfalls rosa Punkte zieren. Ihr Engel liegt auf einer weißen Wolke, um ihn herum hat sie, spielerisch angedeutet, weitere weiße Wolken gemalt. Das Bild strahlt durch die Farbwahl Harmonie und einen Moment der Ruhe und Freude aus. Sie habe sich wie alle Teilnehmer des Malkurses vorher einige Bücher zum Thema angeschaut und dann für sich entschieden, welche Form eines Schutzengels ihr zusage. "Ich glaube an Schutzengel, allerdings nicht in allen Situationen, da ich schon oft Glück hatte."

Andere Bilder zeigen Schutzengel mal abstrakt, mal lieblich. Ein anderer Engel sitzt ebenfalls auf einer weißen Wolke mit einer Sonnenblume und in einem roten Kleid. Der Hintergrund ist kornblumenblau, so dass das Bild durch den Farbkontrast alle Blicke auf sich zieht. "Zehn Bilder sind in dieser Ausstellung zu sehen", sagt Gerlinde Hochköppeler, die den Malkursus geleitet hat. Auf weißen und himmelblauen Tüchern, mit einer großen Wolke hinter jedem Bild, werden die Bilder den Besuchern präsentiert. Die haben nun die Aufgabe, die drei Bilder auszuwählen, die ihnen am besten gefallen haben.

Dazu müssen sie auf einen Zettel die Nummer ihres Favoriten notieren. Die drei Erstplatzierten erhalten einen Gutschein, alle Teilnehmer einen Schutzengelanhänger. Zwischen 12 und 16 Jahren seien die Teilnehmer alt gewesen. Im Rahmen des Erzählcafés seien die Idee und das Thema zu diesem Kurs entstanden, so erfahren wir. Mit Acrylfarben, Leinwand und Strukturpaste haben die Jugendlichen gearbeitet. Zum Abschluss dürfen die Aussteller ihre Bilder mit nach Hause nehmen.

(bart)