Erkelenz: Das eigene Heim schützen

Erkelenz: Das eigene Heim schützen

Die Einbruchszahl steigt von Jahr zu Jahr, sagt die Polizei im Kreis Heinsberg. Derzeit scheinen die Diebe vor allem in Erkelenz aktiv zu sein – wie Einbrecher behindert werden können, erklärt Wolfgang Ulbrich von der Polizei.

Die Einbruchszahl steigt von Jahr zu Jahr, sagt die Polizei im Kreis Heinsberg. Derzeit scheinen die Diebe vor allem in Erkelenz aktiv zu sein — wie Einbrecher behindert werden können, erklärt Wolfgang Ulbrich von der Polizei.

Beinahe täglich veröffentlicht die Polizei neue Einbrüche, die im Erkelenzer Land verübt worden sind. Fast hat es den Anschein, als würden sich die Täter momentan auf das östliche Stadtgebiet von Erkelenz konzentrieren, als handele es sich um eine Bande, die dort aktiv ist.

"Nein, wir haben im Kreisgebiet keinen Brennpunkt", sagt Kriminalhauptkommissar Wolfgang Ulbrich, "wenn mehrere Tage hintereinander in einem Ortsteil eingebrochen wird, ist es sogar eher unwahrscheinlich, dass es sich um dieselben Täter handelt." Ulbrich ist bei der Kreispolizei im Kommissariat Vorbeugung tätig und erklärt: "In einem Neubaugebiet wie an den Erkelenzer Ringen sind wahrscheinlich unterschiedliche Einbrecher aktiv, die aber aus denselben Gründen kommen." Und die gelte es abzustellen.

Einbrecher kommen fast nie, wenn jemand zu Hause ist oder sie glauben, dort könnten Bewohner sein. "Im Neubaugebiet leben viele Berufstätige, weshalb wahrscheinlich mehr Häuser zur Tageszeit unbewohnt sind und deshalb der Einbrecher günstigere Bedingungen vorfindet", sagt Wolfgang Ulbrich, "das kann ein Grund sein, warum es dort auch mehr Einbrüche gibt."

Wo ist niemand zu Hause? Und wo komme ich leicht rein? Das sind zwei wichtige Fragen, die Einbrecher sich stellen. Gegen beides können sich die Bürger mit einfachen Mitteln schützen. "Erwecken Sie den Eindruck, es sei jemand zu Hause", rät Ulbrich. Er empfiehlt, immer eine Lampe brennen zu lassen und bei längerer Abwesenheit dafür zu sorgen, dass der Briefkasten geleert wird. "Auch heruntergelassene Rollläden laden Einbrecher geradezu ein." Dies zu beachten ist für ihn der erste Schritt zu mehr Sicherheit. "Es kostet nichts und ist sehr effektiv."

Wichtig sei darüber hinaus eine gute Außenbeleuchtung: "Man sollte den Einbrecher nicht im Dunkeln arbeiten lassen — eine starke Außenbeleuchtung schreckt potenzielle Täter oft ab." Diese solle möglichst gegen Sabotage geschützt montiert und über Bewegungsmelder gesteuert sein. Ebenso wichtig sind für Ulbrich geeignete Schutzmaßnahmen an Fenstern und Türen. "Die mechanische Sicherung ist der Kernpunkt für mehr Sicherheit", sagt der Experte. Gut gesicherte Haustüren und Fenster beeinflussten oft das Verhalten des Einbrechers. Offen oder auf Kipp stehende Fenster laden Einbrecher außerdem ein. "Je länger sie arbeiten müssen, desto größer ist die Chance, dass sie aufgeben."

Selten ist, dass Häuser regelrecht ausspioniert werden. "Einbrecher suchen die günstige Gelegenheit und schauen nicht unbedingt nach dem hochwertigen Haus", erklärt Ulbrich. Meist handele es sich um Zufallstaten: "Zwei Stunden ein Haus auszuspionieren, ist für Einbrecher verlorene Arbeitszeit."

Beratung Die Polizei bietet den kostenfreien Service an, dass ein Beamter des Vorbeugungskommissariats Hausbesitzer besucht und berät. Kontakt für eine Terminvereinbarung: Tel. 02431 9905555.

(RP)