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Corona-Tests auf Erdbeerhöfen in Erkelenz und Hückelhoven

Betriebe in Erkelenz und Hückelhoven : Corona-Tests auf Erdbeerhöfen

Betriebe in Erkelenz-Lövenich und Hückelhoven-Kleingladbach bekamen am Dienstag und Mittwoch Besuch, alle Saisonarbeiter wurden getestet. Ergebnisse lagen am Donnerstagmittag noch nicht vor. Die Landwirte haben großes Interesse, dass ihre Mitarbeiter die Corona-Vorschriften einhalten.

Das Gesundheitsamt Kreis Heinsberg hat in dieser Woche die Saisonarbeiter zweier großer Erdbeerhöfe in Erkelenz-Lövenich und in Hückelhoven-Kleingladbach auf das Coronavirus getestet. Aus der Presseabteilung des Kreises hieß es, die Maßnahmen seien nicht durch die Vorfälle auf Schlachthöfen in NRW motiviert gewesen. „Wir hatten uns schon länger vorgenommen, dort, wo Menschen enger zusammenleben und es eine höhere Ansteckungswahrscheinlichkeit gibt, die Lage zu überprüfen“, meinte ein Sprecher des Kreises. Ergebnisse lagen am Donnerstagmittag noch nicht vor. Weitere Tests bei anderen Betrieben seien noch nicht geplant: „Es sollte einfach mal geschaut werden, wie die Situation ist. Über das weitere Vorgehen wird dann entschieden.“

Bei dem Hof in Lövenich handelt es sich um den Obst- und Gemüsebetrieb von Peter Lievre, dort wurden am Mittwoch alle 130 anwesenden Saisonkräfte aus Rumänien sowie Lievre selbst und andere Angestellte getestet. „Das verlief völlig unproblematisch“ sagte Lievre, bei dem nach eigener Aussage auch schon öfter unvorangekündigt das Ordnungsamt vorbeigeschaut hatte, um die Gegebenheiten auf dem Hof mit Blick auf die Corona-Schutzmaßnahmen zu prüfen. Beanstandungen habe es keine gegeben. Wobei es Peter Lievre wichtig ist, nicht mit den Vorfällen in der Fleisch- und Paketbranche in einen Topf geworfen zu werden. „Bei uns gibt es keine Werksverträge, die Arbeiter werden direkt bei uns beschäftigt, und wir kümmern uns um sie. Wir tun alles dafür, dass bei uns keine Fälle auftreten.“ Denn es dürfe nicht passieren, dass es zu Ernteausfällen komme, dass würde schlimme Folgen für seinen Betrieb haben.

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Das ist auch im landwirtschaftlichen Betrieb Oberlender aus Kleingladbach so, wo die 140 Saisonkräfte aus Rumänien bereits am Dienstag getestet worden waren. Auch dort hatte zuvor das Ordnungsamt Kontrollen durchgeführt. Laut Brigitte Oberlender sei alles in Ordnung gewesen: „Es ist in unserem eigenen Interesse, dass unsere Mitarbeiter gesund bleiben.“ Dementsprechend werde beim Transport und auf den Feldern darauf geachtet, dass der Abstand eingehalten werden könne, es werden Masken und Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt und darauf hingewiesen, sich häufig die Hände zu waschen. Ganz ähnlich handhabt es Peter Lievre in Lövenich. In beiden Betrieben werden auch ganz bewusst weniger Saisonarbeiter beschäftigt, damit jeder Einzelne mehr Platz hat. Zudem wird streng darauf geachtet, dass es keine Besuche von außen gibt. „Wir sind hier unser eigener kleiner Mikrokosmos“, betont Lievre.