Caritas dankt ehrenamtlichen Mitarbeitern

Erkelenz: Dankeschön an Krankenhaus-Besuchsdienst

Nachmittag für die Ehrenamtlichen des Besuchsdienstes in Erkelenz. Beleuchtet wurde das Thema „Nähe und Distanz“.

Seit vielen Jahren gibt es den Krankenhausbesuchsdienst am Hermann-Josef-Krankenhaus in Erkelenz. Diejenigen, die diesen Dienst übernehmen, sind ehrenamtliche Mitarbeiter der Caritas aus den Pfarreien Erkelenz, Wegberg und Hückelhoven. Als Zeichen der Wertschätzung für dieses Engagement wurden sie nun alle zu einem Dankeschön-Nachmittag von Krankenhausseelsorgerin Monika Fernandes und Judith Preis, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes für die Region Heinsberg in Erkelenz und Wegberg, eingeladen.

Ziel dabei war, sich untereinander bei Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen auszutauschen, aber auch sich mit dem Thema „Nähe und Distanz“ zu befassen. Dazu gab es eine Kurseinheit, vermittelt von Christiane Yahya, Leitung des Familienbildungswerk des Deutschen Roten Kreuz, die inhaltlich durch Silvia Siewert-Pollack und Elke Buckert als freie Referentinnen des DRK gestaltet wurde. Doch zunächst hießen Monika Fernandes und Judith Preis ihre Gäste herzlich willkommen. „Sie alle sind Mitarbeiter des Krankenhausbesuchsdienstes und zum Teil seit Jahrzehnten dabei. Mit viel Geduld und Kraft kommen Sie und leisten gute Dienste“, sagte Monika Fernandes. Es seien unsichtbare Dienste und Dienste der Nächstenliebe, für die es nun gelte, Danke zu sagen.

Damit überließ sie das Wort den Referentinnen. Zunächst wurden die Teilnehmer nach ihren Erwartungen an den Nachmittag befragt. Diese gaben an, dass sie Wert auf den Austausch legen, Anregungen und Tipps erhalten sowie erfahren möchten, wie man reagieren sollte, wenn der Krankenhausbesuchsdienst nicht erwünscht ist, und wie man sich auf den Besuch vorbereitet. Anschließend bildeten die Teilnehmer einen Stehkreis, um „Nähe und Distanz“ zu erleben.

Sie erfuhren von Elke Buckert und Silvia Siewert-Pollack, dass der Wohlfühlabstand von zwei Menschen zwischen 50 Zentimetern und 1,50 Metern liegt. Je vertrauter man ist, desto näher rückt man an den anderen heran. Als nicht einfach empfanden einige Ehrenamtliche die Gesprächssituation mit einem Patienten, da dieser meist liegt. Andere gaben an, kein Problem mit Nähe und Anfassen zu haben. Ein weiteres Thema war, die Art des Geschenkes beim Krankenhausbesuchsdienst. Die Meinungen waren ganz unterschiedlich. Während einige den Besuch als Geschenk werteten und erst beim Weggehen eine Kleinigkeit übergeben, war für andere die neutrale Karte der Einstieg fürs Gespräch und damit Distanzbrecher. Mit den verschiedenen Ansichten entstand somit der gewollte Austausch, für den sich am Ende die Referentinnen bedankten. Und Monika Fernandes stellte noch fest: „Es war ein anregender Nachmittag. Ich hoffe, dass Sie viel an Impulsen mitgenommen haben.“