Bündnis "Alle Dörfer bleiben" bittet um Hilfe beim Protest

„Alle Dörfer bleiben“ kritisiert Kohlekommission: Tagebau-Dörfer-Bündnis fordert Moratorium

Das Bündnis „Alle Dörfer bleiben“, in dem vom Kohleabbau betroffene Menschen aller drei deutschen Braunkohlereviere aktiv sind, verurteilt das Ergebnis der Berliner Kohlekommission in einer Pressemitteilung „scharf“ und fordert ein sofortiges Moratorium für Zwangsumsiedlungen sowie eine Garantie der Landesregierungen, dass die Dörfer stehenbleiben werden.

Außerdem wird die Einhaltung eines Mindestabstandes von 1500 Metern zwischen den Tagebauen und der nächsten Wohnbebauung eingefordert.

„Jeden Tag schafft RWE hier im Rheinland Tatsachen“, erklärt der Kuckumer David Dresen, Sprecher des Bündnisses aus dem Rheinland, „reißt Infrastruktur ab, setzt Familien unter Druck und treibt einen Keil in die Dorfgemeinschaft. Aber gerade jetzt werden wir bleiben. Wir wissen, dass es eine Chance gibt und wir werden um sie kämpfen.“

Für die kommenden Monaten ruft das Bündnis zu großen Protesten auf. „Uns bleibt jetzt nichts anderes übrig, als auf die Straße zu gehen“, erklärt Dresen in der Pressemitteilung. „Wir wurden von der Politik alleingelassen. Wir fordern alle auf, die für den Erhalt des Hambacher Waldes demonstrieren gegangen sind, sich jetzt für die Dörfer einzusetzen.“ Am 23. März soll es, wie bereits angekündigt, im Rheinland einen „Sternmarsch“ zum Tagebau Garzweiler geben.

(RP)
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