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Braunkohle in Erkelenz: ZRR legt neues Strukturprogramm auf

Braunkohle in Erkelenz : ZRR legt neues Strukturprogramm auf

Das neue Wirtschafts- und Strukturprogramm 1.1 soll einen stärkeren Fokus auf die Ansiedlung von Gründern und Arbeitgebern in die Region legen.

Die für den Braunkohle-Strukturwandel zuständige Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR) hat ihr Wirtschafts- und Strukturprogramm (WSP) angepasst und nun die Version 1.1 vorgelegt. Dies beschloss die ZRR in einer Klausursitzung am Samstag.

Das 2019 erstmals vorgelegte Wirtschafts- und Strukturprogramm ist die strategische Leitlinie für den Strukturwandel und vereint Beschreibungen der sogenannten Zukunftsfelder – „Energie und Industrie“, „Ressourcen und Agrobusiness“, „Innovation und Bildung“ sowie „Raum und Infrastruktur“ – mit konkreten Handlungsanweisungen sowie Angaben dazu, welche Projekte den Strukturwandel voranbringen und wie diese von Bund und Land gefördert werden können. Hierzu stehen Mittel in Höhe von bis zu 14,8 Milliarden Euro bis 2038 zur Verfügung.

Arbeitsplätzen und Wertschöpfung sind innerhalb dieser neuen Struktur weit vorn ein eigenes Kapitel gewidmet. Demnach ist das Bestreben, neue Unternehmen und damit auch Arbeitgeber zum Ansiedeln oder Gründen zu motivieren, stärker in den Fokus gerückt.

Christoph Dammermann, ZRR-Aufsichtsratsvorsitzender und Staatssekretär im NRW-Wirtschaftsministerium, sagte: „Mit dem Wirtschafts- und Strukturprogramm legt die Region die Strategie für die Gestaltung des Strukturwandels im Rheinischen Revier vor. Es zeigt den Weg auf, wie vor Ort neue Arbeitsplätze und eine hohe Lebensqualität entstehen.“ Die Landesregierung werde diesen Prozess „auch weiterhin mit hohem Engagement unterstützen“.

Das WSP 1.1 wird am 27. April im Rahmen der Veranstaltung Revier 2030 der Landesregierung offiziell übergeben und geht dort in einen weiteren Abstimmungsprozess. „Die finale Version werden wir im Rahmen unserer Revierkonferenz am Freitag, 25. Juni 2021, der breiten Öffentlichkeit vorstellen“, kündigt der neue Geschäftsführer Bodo Middeldorf an.

Städteregionsrat Tim Grüttemeier sagt: „Das WSP 1.1 ist nicht nur Wegweiser und Grundlage für das Ende April startende Regelprogramm, sondern zeigt zugleich die Relevanz von Beschäftigung für den Gesamtprozess. Gemeinsam müssen wir nun identifizierte Probleme lösen und Projekte in die Umsetzung bringen, die Arbeitsplätze im Revier schaffen. Das ist die Top-Priorität im Strukturwandel.“

(RP)