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Blutspendeaktion von Sportvereinen in Erkelenz

Blutspendeaktion von drei Sportvereinen in Erkelenz kommt an : Vereint mit Blutspenden helfen

Drei Sportvereine aus Erkelenz und Heinsberg haben zur großen Blutspende-Aktion aufgerufen. Guido Dürbaum, stellvertretender Vorsitzender des SC 09 Erkelenz, ist sehr zufrieden mit der Beteiligung in der Stadthalle.

„90 Minuten können über das Schicksal einer Saison entscheiden, 10 Minuten nur um ein Leben zu retten“ – das Motto der großen Blutspende-Aktion, zu der sich erstmals drei Sportvereine zusammentaten, haben sich etliche Bürger zu Herzen genommen. 125 Blutspender folgten am Mittwoch der Einladung des SC 09 Erkelenz zur Blutspende in die Stadthalle.

Mitglieder des SC 09 waren im vergangenen Jahr der Einladung des 1. FC Heinsberg-Lieck zur Blutspendeaktion nach Heinsberg gefolgt. Und sie waren angetan von der Initiative des Liecker Vorstandsmitglieds Nazim Yildirim. „Warum so etwas nicht auch in Erkelenz auf die Beine stellen?“, fragten sie sich. Das hörten die mit den „Sternen des Sports“ auf Kreis- und Landesebene ausgezeichneten Heinsberger Ideengeber gerne, und so wurde in diesem Jahr eine konzertierte Aktion daraus. Unter dem Motto „Verein(t) leben retten“ rufen gleich drei Vereine dazu auf, mit einer Blutspende schwerkranken Menschen zu helfen. Mit im Boot in Heinsberg ist noch der BC 09 Oberbruch. Nächste Woche nämlich startet die Aktion in der Realschule Heinsberg.

„45 Spendenwillige eine Stunde nach Öffnung in der Stadthalle gehabt zu haben, das ist schon ein ganz gutes Ergebnis“, stellte Guido Dürbaum, 2. Vorsitzender des SC 09, fest. „Auch dass hier schon etliche Erstspender dabei sind, freut uns.“ Am Ende wurden 28 Neuspender gezählt. Gezielt hatte der Erkelenzer Sportverein Einrichtungen wie Stadtverwaltung, Kreissparkasse, Volksbanken, Finanzamt und andere Sportvereine aus der Region eingeladen, denn die stärkste Gruppe (ausgenommen die drei Veranstalter) gewinnt einen Pokal und einen Trikotsatz für eine Jugendmannschaft eigener Wahl.

Dürbaum hoffte mit SC-Fußball-Kapitän Jannik Huff und „Co“ Max Verboket auf rund 150 Spender als Ziel. Dass es etwas weniger geworden sind, enttäuschte ihn aber kaum, zumal die Freunde von Roland Millich kurzfristig wegen einer Spielverpflichtung absagen mussten, aber ihre Teilnahme in Heinsberg nächste Woche versprochen haben. Dürbaums Resümee am Donnerstag: „Wir sind vor dem Hintergrund der Ferienzeit zufrieden.“

Dürbaum selbst nimmt ein Medikament, das ihm leider verbietet, mitzumachen. Die beiden Spieler aber wollten sich natürlich „anzapfen“ lassen, später kamen auch ihre Mitspieler der 1. und 2. Mannschaft und die Damenmannschaft. „Erst helfen, dann spenden“, sagten die beiden Fußballer, denn den Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes, die für die Verpflegung der Spender sorgten, waren helfende Hände an diesem Nachmittag willkommen.

Auch Bürgermeister Peter Jansen war gekommen, um die Aktion zu unterstützen, obwohl er selbst nicht spenden darf, weil er ein Blut verdünnendes Medikament einnimmt, wie er erzählte. Die Stadt habe die Stadthalle gerne für die Aktion zur Verfügung gestellt, im Rathaus wurde tüchtig die Werbetrommel für die Blutspende gerührt. Mit Erfolg bei den Verwaltungsmitarbeitern Dominik Dornhardt und Thomas Reiners, die auf den Spenderliegen Platz genommen haben. Für Dornhardt war es nicht die erste Blutspende. Wohl aber für Reiners. „Ich habe mich bislang immer gedrückt“, sagte er. „Aber diesmal habe ich mir vorgenommen: Jetzt gehst du hin.“ Christine Schüller war gekommen, „weil mich die Jungs vom SC 09 in der Stadt angesprochen haben“, als sie Flyer verteilten. Ratsherr Klaus Steingießer dagegen, nebenan auf der Liege, war als regelmäßiger Blutspender dabei. „Ich hoffe, dass viele Erstspender hier dabeibleiben“, sagte er.

Gefragter Medienpartner an diesem Nachmittag ist Initiator Yildirim gewesen, aus dem es geradezu heraus sprudelt. Gerne erzählte er die Geschichte, wie er zum unermüdlichen Spendensammler seines Vereins für den guten Zweck wurde. Es macht ihm spürbar Spaß, „viele Menschen zu bewegen, etwas Gutes zu tun“. Flankierend zur Blutspende-Aktion hat er bislang schon wieder 3000 Euro zusammengetragen. 2017 kamen Spenden den Einrichtungen Amos und Heinsberger Tafel zugute. Und er lobte wie Bürgermeister Jansen die Solidarität von Fußball-Konkurrenten in dieser Aktion: „In den Farben verschieden, im Herzen gleich.“