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Benefizkonzert von WassenJazz & Friends mit Djamel Laroussi in Erkelenzer Leonhardskapelle

WassenJazz in Erkelenzer Leonhardskapelle : Benefizkonzert mit entspannten Klangvarianten

Die Band „WassenJazz & Friends“ gab in der Leonhardskapelle ihr traditionelles Benefizkonzert. Special Guest war Djamel Laroussi an der Gitarre.

„Wir haben den Ehrgeiz immer wieder Neues zu machen“, bemerkte Eckart Krause, der in der Band WassenJazz den Part am Piano und Keyboard übernimmt. Unter dem Motto „Swinging Blue: Jazz, Blues, Latin & More“ spielten sie einige Stücke aus ihrem sich ständig erweiternden Repertoire. Die Erlöse der Eintrittsgelder und des von der Weinquelle Wegberg gesponserten Weinverkaufes gehen an zwei Projekte. Die Gruppe singt und spielt – wie bereits seit 16 Jahren – für den mobilen Kinderhospizdienst „Sonnenblume“. Ebenso werden auch „Ärzte ohne Grenzen“ unterstützt. „Wir haben das vor einigen Jahren entschieden, weil die Hilfsorganisation aus Protest gegen die Flüchtlingspolitik der EU alle EU-Hilfsgelder abgelehnt hat“, erläutert Sängerin Jacqueline Drescher.

Ein stimmungsvoller Abend erwartete die Zuhörer mit Songs wie „Silver’s Serenade“ von Horace Silver oder „Fly Me To The Moon“ von Bart Howard. Entspannt und gleichzeitig actionreich wurde es bei „Cry Me A River“ aus einem James-Bond-Film. Mit den Titeln „Blue Swinging Waltz“ und „Bossa Nova Romatica“ spielte die Band zwei Arrangements und Kompositionen ihres Saxophone-Musikers Jac Jütten. Er packte zudem bei „Beyond The Sea“ sein Akkordeon aus und brachte damit Klangvarianten ins Spiel. Auch das Nachwuchstalent Lilly Drescher eroberte die Zuhörer mit „Imagine“ von John Lennon.

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Unterstützt wurde sie dabei von ihrer Mutter Jacqueline und dem Special Guest des Abends, Djamel Laroussi, an der Gitarre. Der aus Algerien stammende Musiker hat sich das Gitarrespielen selbst beigebracht. Weil er Linkshänder ist, hält er sein Instrument intuitiv andersherum. „Ich hatte das als Kind gar nicht gemerkt, bis mir irgendjemand sagte: ‚Das ist falsch herum’.“ In Köln studierte Djamel Laroussi Musik. Seine Gitarre hat zudem 26 statt der sonst üblichen 19 Bünde. „Es ist eine spezielle Anfertigung. Sie wurde mit Henning Doderer, einem Gitarrenbauer, in vier Jahren entwickelt.“ Inzwischen tourt er durch Deutschland und die Welt mit eigener Band und mit der Band „Wildes Holz“. „Er ist ein fantastischer Profimusiker und hat ein wunderbares Gehör“ bemerkt Günter Rixen, der den profunden Bass bei WassenJazz spielt und damit klanglich das Spiel der Band verbindet.

Weitere Bandmitglieder sind Hans Paredis, der mit den Drums den Rhythmus vorgibt, und Franz-Josef von der Lieck, welcher den Part des Flügelhorns und der Trompete übernimmt. In der historisch eindrucksvollen Kulisse der Leonhardskapelle erklangen auch bekannte Songs von Sting, Queen und Elvis Presley. Das Publikum erlebte so einen kurzweiligen und entspannten Abend in lauschiger Jazzatmosphäre und guter Akustik.