1. NRW
  2. Städte
  3. Erkelenz

Behindertenbeauftragter in Erkelenz: Verlängerung um fünf Jahre für Ullmann

Beratung in Erkelenz : Behindertenbeauftragter verlängert für fünf Jahre

Andreas Ullmann wird auch in den kommenden fünf Jahren als Behindertenbeauftragter weiterarbeiten. Dieses Ehrenamt führt er mit viel Engagement aus.

Etwa fünf bis sechs Stunden pro Woche arbeitet Andreas Ullman als ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter. Er berät telefonisch und bietet eine monatliche Sprechstunde an. Bei Rundgängen schaut er seit 2016 nach Barrieren und versucht, diese abzubauen. Die Fortsetzung seiner Tätigkeit wurde nun für fünf weitere Jahre beschlossen. „Er ist eine wirkliche Bereicherung für die Stadt“, sagt Bürgermeister Peter Jansen.

Wissen und Erfahrung hat der Behindertenbeauftragte unter anderem aus 34 Jahren Tätigkeit in einer Sozialversicherung sowie 23 Jahren als Berater für die Deutsche Rentenversicherung. „Behinderung heißt nicht nur, dass jemand im Rollstuhl sitzt. Es gibt zahlreiche Beeinträchtigungen, die den Menschen das Leben schwer machen, zum Beispiel eine Sehschwäche oder die Folgen eines Schlaganfalls.“

Ullmann unterstützt die städtischen Ämter, Einrichtungen und Betriebe in Angelegenheiten, die Menschen mit Behinderung berühren. Er nimmt Stellung zu Bauvorhaben, macht Vorschläge zu Verbesserungen in städtischen Einrichtungen sowie im Straßenverkehr und kümmert sich um gut auffindbare Behindertenparkplätze. „Es gibt noch viel zu tun, aber man kann auch nicht überall einfach alles rausreißen, denn das kostet natürlich Geld. Die Stadt Erkelenz macht sehr viel“, so Ullmann. „Als ehrenamtlicher Berater bin ich unabhängig von der Verwaltung und damit unbefangen.“

  • Der SPD in Erkelenz geht es
    Kommunalpolitik in Erkelenz : Ausschuss soll Arbeit aufnehmen
  • Viele Kinder brachten ihre Vorschläge ein.⇥foto:
    Beteiligungsaktion : Viele Ideen für Gerderather Spielplatz
  • Willi Arlt hat ein Herz für
    Förderverein Pro Arte Erkelenz : Lebenszeichen im Schaufenster

Oft tut Ullmann mehr, als er müsste. Daran merkt man die Leidenschaft, mit der er seine Tätigkeit ausübt. Dafür sind ihm die Menschen oft dankbar: „Ich soll bei den Anliegen der Ratsuchenden eigentlich nur Wegweiserfunktion haben, aber das bringt einen oft nicht weiter. Deswegen schreibe ich auch mal einen Brief oder eine Mail oder fülle gemeinsam mit den Menschen einen Antrag aus.“

Für die kommenden fünf Jahre hat er Pläne: „Ich habe mir schon viel angesehen und Vorschläge gemacht, zum Beispiel in Schulen und öffentlichen Gebäuden, aber noch nicht alles geschafft.“ Kontaktdaten und Sprechzeiten sind auf der Webseite der Stadt Erkelenz zu finden.

(c-st)