Mensch & Stadt Er ist der letzte Kämpfer in Lützerath

Lützerath · Eckhard Heukamp will seine Heimat in Lützerath nicht kampflos aufgeben. Er ist der letzte Einwohner des Dorfes, das vom Tagebau bedroht ist.

Eckhard Heukamp sitzt auf dem Reifen eines Traktors. Sein Hof soll Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden sein.

Eckhard Heukamp sitzt auf dem Reifen eines Traktors. Sein Hof soll Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden sein.

Foto: Ruth Klapproth

Eckhard Heukamp schaut grimmig drein, wenn er an den 19. Januar denkt. Das ist der Tag, an dem der Grundabtretungsbeschluss gegen ihn vollstreckt werden soll. Der Beschluss würde ihn dazu zwingen, seinen Grund und Boden in Lützerath abzugeben, um RWE die uneingeschränkte Fortführung des Tagebaus Garzweiler II und den weiteren Abriss von Lützerath zu ermöglichen. Auf 87 Seiten begründet die Bezirksregierung ihre Entscheidung für die vorzeitige Besitzeinweisung zugunsten des Bergbautreibenden.