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Erkelenz: Bedarf an sozialem Wohnungsbau

Erkelenz : Bedarf an sozialem Wohnungsbau

Stadt Erkelenz sieht Notwendigkeit an weiterem Wohnraum. Dazu gehören auch neue Wohngebiete.

Wie einmal die Häuser im erweiterten Wohngebiet "Oerather Mühlenfeld" stehen werden, ist inzwischen zu erahnen, weil die Straßen schon in Grundzügen zu erkennen sind. Am Bauxhof wird bald für Senioren gebaut. In mehreren Dörfern entstehen Häuser oder kleinere Neubaugebiete. Im Stadtzentrum wurden gerade Wohnungen fertig, die als sozialer Wohnungsbau gefördert worden sind. In Erkelenz befindet sich der Wohnungsmarkt in Bewegung.

Die Stadt hat ein "Handlungskonzept Wohnen" erstellt, das zum Jahresbeginn der Politik vorgestellt wird. Erste Einblicke gaben Bürgermeister Peter Jansen und Ansgar Lurweg (Technischer Beigeordneter) bei einem Besuch im Rathaus der FDP-Bundespolitikerin Petra Müller. Sie ist Sprecherin für Stadtentwicklung der FDP-Bundestagsfraktion und Mitglied im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Mittelfristig sieht Jansen "einen erheblichen Bedarf" an sozialem Wohnungsbau. Grund sind Wohnungen, die in den 1970er Jahren gefördert wurden und in naher Zukunft aus der Zweckbindung herausfallen. Zu spüren sei in den vergangenen zwei Jahren, dass das Interesse von Investoren auf diesem Sektor deutlich steige. Neuer sozialer Wohnungsbau ist ein Thema, das für das "Handlungskonzept Wohnen" untersucht wurde. "Ohne den Details vorweggreifen zu wollen, können wir sagen, dass ein Bedarf an jeglicher Form des Wohnangebots in Erkelenzer vorhanden ist — von der Singlewohnung bis zum Haus", erklärte Ansgar Lurweg. Es bestehe Bedarf an neuen Wohngebieten. "Die Quadratmeterzahl pro Wohneinheit steigt und so wiederum der Bedarf an Fläche."

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Das Bochumer Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalplanung hat mit der Stadt an dem Konzept gearbeitet. Mit am Tisch saßen der Bauverein Erkelenz, die GEE, der Kreis, das Landesbauministerium und die Immobilienabteilungen von Banken. Erste Grundzüge des Konzepts (Prognosezeitraum bis 2030) waren im Sommer 2011 der Politik erläutert worden. Es ist wichtig, um auch in Zukunft Fördermittel für den Wohnungsbau beantragen zu können.

Lob gab es für die Stadtentwicklungs- und Ansiedlungspolitik in Erkelenz von Petra Müller. Bürgermeister Jansen bat sie, in der Bundespolitik das Thema "Wie lassen sich unsere Dörfer mit ihrer alten Bausubstanz mit in die Zukunft nehmen?" in den Fokus zu rücken. Hier sehe er Bedarf, finanzielle Hilfen — wie zur energetischen Sanierung oder zur Barrierefreiheit — auf den Weg zu bringen.

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(RP)