Baubeginn für Sportpark Keyenberg am Umsiedlungsstandort ab 2020

Sportliche Perspektiven am Umsiedlungsstandort : Sportpark Keyenberg wird 2020 gebaut

Südlich des Helmut-Clever-Wegs sollen zwei Spielfelder und ein modernes Gebäude für die Vereine SV Niersquelle Kuckum und TuS Keyenberg entstehen. Die Baukosten werden voraussichtlich 2,9 Millionen Euro betragen.

Als Ersatz für die in Keyenberg und Kuckum wegfallenden Sportanlagen soll südlich des Helmut-Clever-Wegs im Umsiedlerort Keyenberg, Kuckum, Ober- und Unterwestrich und Berverath das Projekt „Sportpark Keyenberg“ realisiert werden. Neben einem 7300 Quadratmeter großen Rasenplatz entstehen ein gleich großer Kunstrasenplatz und ein Gebäude, in dem es ausreichend Platz für die Mitglieder des SV Niersquelle Kuckum und des TuS Keyenberg geben soll. Die Anlage schließt sich unmittelbar an den Neubau des Feuerwehrgerätehauses an.

Bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaftsförderung und Betriebe wurden sowohl die Pläne für die Sportplätze als auch für die Gebäude vorgestellt. Die Ausschussmitglieder beschlossen einstimmig die Umsetzung der vorgestellten Pläne. Die Besonderheit der Sportanlage ist ihre „schwierige topografische Lage“ in einem Gelände mit einem großen Gefälle. Martin Hiller vom beauftragten Landschaftsarchitekturbüro erläuterte, dass die Sportanlage gut zwei Meter höher liegen wird als die Straße. Der Höhenunterschied soll durch Winkelteile abgefangen werden, der Zugang über eine Stufenanlage sowie eine barrierefreie Rampe erfolgen. Zwischen beiden parallel zueinander liegenden Plätzen mit einer Größe von 68 mal 94 Metern wird zum großen Teil der Baukörper mit den Vereinsräumen gebaut werden.

Der Kunstrasenplatz, bei dem Korkgranulat verwendet werden soll, erhält sechs Fluchtlichtmasten, der Rasenplatz muss sich zunächst mit drei Masten begnügen. Die voraussichtlichen Baukosten für die Sportplätze mit Nebenanlagen, Parkplätzen, Eingrünung und Umzäunung belaufen sich auf rund 2,9 Millionen Euro zuzüglich Planungskosten von rund 320.000 Euro. Über die Erstattung „standortbedingter Mehraufwendungen“ in Höhe von 335.000 Euro will die Stadtverwaltung noch mit RWE verhandeln. Baubeginn soll nach Ostern 2020 sein, Bauende im Herbst 2021.

Die positive Zusammenarbeit mit den Sportvereinen, die der Grüne Hans Josef Dederichs lobte und die vom Beigeordneten Hans-Heiner Gotzen betont wurde, zeigte sich auch bei der Planung und Gestaltung des Gebäudes im Sportpark Keyenberg, vorgestellt vom Architekturbüro Viethen. Neben vier Umkleidekabinen und zwei Duschräumen bleibt noch genügend Platz für den Schiedsrichterbereich und die Lagerräume. Ein Kernstück des langgezogenen, von Durchgängen unterbrochenen Baukörpers, sind die Vereinsräume des Tus Keyenberg und das großzügige Vereinsheim mit einem 120 Quadratmeter großen Saal für den SV Niersquelle Kuckum.

Ursprünglich war die Stadt von Baukosten in Höhe von 650.000 Euro für die Gebäude ausgegangen. Jetzt beträgt die wahrscheinliche Bausumme 1,45 Millionen Euro, in denen der Eigenanteil der Vereine enthalten ist. Auch hier soll der Baubeginn im nächsten Jahr erfolgen. Mit der Fertigstellung rechnet die Verwaltung Ende 2021.

Bürgermeister Peter Jansen hatte bei der Sitzung darauf hingewiesen, zu Beginn des Umsiedlungsprozesses sei festgelegt worden, dass das, was am alten Ort bestand, auch am neuen Ort zu finden sein soll. Vielleicht habe der Planungsprozess etwas länger gedauert, weil die Vereine mit ihren Wünschen berücksichtigt werden sollten. „Aber es hat sich gelohnt.“ Hinzu kommt, dass der Sportplatz in Kuckum nicht im städtischen Eigentum stand. Aber auch diesen Platz am Umsiedlerort wiederzufinden, sei ein Bestreben der Verwaltung gewesen, wie Gotzen erläuterte.