Erkelenz Badetücher für Neugeborene mit Schutzengel-Motiv

Erkelenz · Ulrike Streifler entwarf ein Schutzengel-Motiv, das nun das Babypräsent des Erkelenzer Krankenhaus ziert.

 Präsentieren das neue Babyhandtuch des Hermann-Josef-Krankenhauses (v.l.): Schwester Helga Rick, Jann Habbinga (Verwaltungsdirektor), Ulrike Streifler (Künstlerin), Dr. Uwe Peisker und Schwester Gabi Wanders.

Präsentieren das neue Babyhandtuch des Hermann-Josef-Krankenhauses (v.l.): Schwester Helga Rick, Jann Habbinga (Verwaltungsdirektor), Ulrike Streifler (Künstlerin), Dr. Uwe Peisker und Schwester Gabi Wanders.

Foto: Laaser

"Ein Schutzengel für einen behüteten Start ins Leben" ziert das neue Babypräsent des Hermann-Josef-Krankenhauses. Aufgestickt ist der Engel in Herzform auf der Kapuze eines Baby-Badehandtuchs. Dieses erhält künftig jedes Neugeborene, das im Erkelenzer Krankenhaus zur Welt kommt. Entworfen hat das Motiv mit Wiedererkennungswert die Mönchengladbacher Künstlerin Ulrike Streifler.

Bisher erhielten die Neugeborenen ein Lätzchen, was sich als sehr praktisch erwies. Für den Chefarzt Dr. Uwe Peisker war das aber nicht genug: "Das erste Handtuch des eigenen Kindes schmeißt man nicht weg. Wenn das Kind rausgewachsen ist, verschwindet es im Schrank, doch irgendwann kommt der Moment, in dem es wieder zum Vorschein kommt und gute Erinnerungen wach ruft. Später erzählt man seinem Kind von dem Handtuch und wickelt darin vielleicht sogar seinen Enkel ein, so dass dieser dann auch das Gefühl der Geborgenheit erfährt."

Die Künstlerin, Dolmetscherin und Lehrerin Ulrike Streifler nahm vor etwa einem Jahr Kontakt zum Erkelenzer Krankenhaus auf, nachdem sie bereits mit einem anderen Haus erfolgreich zusammengearbeitet hat. "Krankenhäuser sind häufig sehr steril gehalten, dabei können Farben die Heilung unterstützen und Ängste nehmen. Meine Motive haben eine beruhigende Wirkung. Jedes Krankenhaus sollte auch auf die heilende Wirkung von Bildern wert legen", sagt Streifler, die selbst Mutter ist und sich zu der Geburt ihrer Kinder eine wohligere Atmosphäre gewünscht hätte und feststellt: "Hier in Erkelenz ist man auf einem guten Weg."

Die Anzahl der Geburten im Erkelenzer Krankenhaus steigt. Im Jahr 2016 gab es mit 1047 Geburten 14 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Dabei ist es häufig das zweite oder dritte Kind, das im Hermann-Josef-Krankenhaus zur Welt kommt. "Wenn ein Paar sein erstes Kind bekommt, lebt es oft noch in einer größeren Stadt, jedoch wird sich dann nach einer familienfreundlicheren Umgebung umgesehen, und hier rückt dann Erkelenz ins Blickfeld", sagt der Verwaltungsdirektor Jann Habbinga.

Es liegen ausreichend Badetücher auf Lager, dennoch hoffen die Mitarbeiter des Krankenhauses, dass diese schnell weg sind. Jedoch steht nicht die Anzahl der Geburten im Vordergrund, sondern dass die werdenden Mütter und Väter sich wohlfühlen und die Geburt möglichst nach ihren Wünschen verläuft.

(ann)
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