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Automobilausstellung und Kulinarischer Treff in Erkelenz

Autoausstellung und Kulinarisches in Erkelenz : Mut zum Neubeginn

Wenn auch in abgespeckter Form, so sorgten die Erkelenzer Automobilausstellung und der Kulinarische Treff wieder für altbekannte Szenen in der Stadt. Bürgermeister Stephan Muckel freute sich über das Engagement der Akteure.

Anders als aus den Vorjahren bekannt, gewissermaßen in abgespeckter Form, stellten sich die Erkelenzer Automobil-Ausstellung (EAA) auf dem Burgparkplatz und im Ziegelweiherpark sowie der Kulinarische Treff am Markt dar. Nach der coronabedingten Auszeit 2020 wird ein Neustart gewagt. „Wir sind froh, dass wir mit der EAA die erste Automobilausstellung im Kreis Heinsberg in diesem Jahr präsentieren können“, meinte Marianus Langner vom Veranstalter bei der offiziellen Eröffnung im Schatten der Burg. Elf Aussteller präsentierten in diesem Jahr 17 Marken, ergänzt wurde die Palette der aktuellen Automodelle durch Elektroroller, allen voran ein Modell der legendären Vespa.

„Wir freuen uns als Stadt, dass jemand den Mut zu einem Neubeginn hat“, meinte Bürgermeister Stephan Muckel. Hand in Hand mit dem Gewerbering würde am Wochenende ein Angebot für alle Menschen gemacht, die unter Corona gelitten haben. Gerade im ländlichen Raum sei die Mobilität ein wichtiges Thema, hier gebe es keinen „Krieg gegen das Auto“. Für die Abwesenheit einiger Autohäuser, die selbst in Erkelenz Niederlassung haben, hatte Langner mehrere Gründe. „Eines wollte nicht mitmachen, weil ihm die Inzidenzzahl zu hoch ist, ein anderes will sich generell von Autoschaus  zurückziehen.“ Aber er sei zufrieden mit dem Neubeginn, auf dem sich aufbauen ließe.

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Im Verhältnis zur letzten EAA 2019 ist der Anteil der Fahrzeuge, die ganz oder auch nur teilweise mit Elektromotoren betrieben werden, gestiegen. Die generelle Ablehnung gegenüber Elektroautos ist gewichen und hat einer kritischen, ergebnisoffenen Betrachtung Platz gemacht. Manch einer kann sich inzwischen vorstellen, dass der nächste Pkw ein Stromer sein wird. Informationen darüber, wie der eigene Haushalt zur Stromtankstelle werden könne, vermittelte die NEW an ihrem Stand, den sie praktischerweise neben dem Anbieter reiner Stromer aufgebaut hatte.

Von der Erkelenzer Automobilausstellung war es am verkaufsoffenen Sonntag nicht weit zum Kulinarischen Treff in der Innenstadt. Auf dem Markt herrschte teilweise Enge wegen des Andrangs und auf der Kölner Straße Hochbetrieb. Manch einer rieb sich auf der Schlemmermeile verwundert die Augen, als er einige der „Platzhirsche“ nicht entdecken konnte. „In diesem Jahr ist einiges anderes“, sagte Raphael Meyersieck vom Kulturgarten, der gemeinsam mit Stefan Lemmen vom Gewerbering und mit Unterstützung des Gastronomen Simon Hoeren relativ kurzfristig die Organisation übernommen hatte. „Erst durch die neue Corona-Schutzverordnung im August ist es uns überhaupt möglich geworden, diesen Treff auf die Beine zu stellen.“ Der Fokus ist dieses Mal auf die am Markt ansässigen Gastronomen gerichtet, die sich mit ihrer Bestuhlung breit ausgedehnt hatten und bei denen schon weit vor der Eröffnung sämtliche Tische besetzt waren. Die Etablierten wollten, so gab Meyersieck als Argument wieder, in diesem Jahr der von der Pandemie betroffenen Gastronomie am Markt den Vorrang lassen. „Im nächsten Jahr, so hoffe ich, machen sie alle wieder mit.“

Zum ersten Mal dabei war die Truppe vom Troyka rund um die Sterneköche Alexander Wulf und Marcel Kokot, die derzeit ein neues Restaurant in Immerath bauen.  Mit ihren Spesen wie pochiertes Rinderfilet Soljanka Style zogen sie in den Arkaden des Alten Rathauses ebenso die Aufmerksamkeit auf sich wie das mobile Barbeque Feuerwerk, das Pizza und Pasta bot. Das Vintage lud zu Picanha und Teriyaki Lachs ein. Außerdem gab es süße Köstlichkeiten von Elisabeths Genussmanufaktur.