Erkelenz: Ausstellung über "Zufall oder Absicht"

Erkelenz : Ausstellung über "Zufall oder Absicht"

Die Bilder von Martin Panhaus tragen keine Titel. Er stellt ab dem 4. Mai in der Galerie ProArte in Erkelenz aus.

Es ist die Seele, die ihn beeinflusst. Dazu gesellen sich Farbe und Leinwand. Alle drei finden sich in seinen großflächigen Bildern wieder. Die Kräfte der Natur spielen eine bedeutende Rolle, obwohl sie nicht konkret dargestellt sind. So heißt es in der Ankündigung einer Ausstellung von Martin Panhaus in der Galerie ProArte in Erkelenz, die am 4. Mai eröffnet wird.

"Meine Bilder haben keine Titel. Ich überlasse dem Betrachter die Blickrichtung, die aber nicht auf der Oberfläche haften bleiben soll", erklärt Panhaus seine Art der Malerei. Und so steht die Ausstellung am Franzikanerplatz 6 unter dem Titel "Zufall und Absicht". Der Kunstpädagoge an der Nysterbachschule in Lövenich malt hauptsächlich mit einer Acryltechnik, aber auch Buntlacke, Tusche und andere Materialien gehören zum Repertoire seiner Arbeit. "Wenn er über seine Kunst spricht, ist zu spüren, dass er aus einem inneren Reservoir schöpft. Die elementaren Kräfte des Lebens sind es, die für ihn wichtig sind", kündigt der Förderkreis ProArte an.

Bei seinen Reisen nach Neuseeland und Australien überließ Martin Panhaus sich der Kultur der Aborigines und erlernte dort auch das Spiel mit dem Digeridoo. Durch diese Musik beeinflusst machte der Künstler neue, interessante und wichtige Erfahrungen. "Es entstanden Bilder, die als malerisches Phänomen seine Sicht der Dinge verdeutlichen. Die Bildsprache wirkt mächtig und ist durch ihre Farbigkeit grenzenlos."

Der 34-Jährige wohnt in Niederkrüchten, lebte lange in Erkelenz. Als Sohn des bekannten Künstlers und Apothekers Walter Panhaus griff er schon früh in die Mal-Utensilien-Kiste des Vaters. Nach Abitur, Studium als Kunsttherapeut und Kunstpädagoge in Offenburg sowie Weiterbildung in der klinisch-anthroposophischen Kunsttherapie ließ er aber auch nie die Kunst zu kurz kommen, widmet sich seit dem 16. Lebensjahr dem Spiel der Farben und den Zeichnungen. "In seiner gegenstandslosen Malerei vermeidet er Assoziationen, setzt intuitiv die naturverbundene Sinnfrage, skizziert oft den Malvorgang, bevor Farbe geschüttet, Verläufe eingepresst oder gespachtelt bis der lange Prozess des Werdens sich zeigt. Seine oft großvolumigen Werke sprühen vor Leuchtkraft, Farben fließen ineinander, machen Kräfte frei, lassen Deutungen zu - sei es nun Zufall oder Absicht." Im Spannungsfeld von "Zufall und Absicht" führt Professor Dieter Crumbiegel in die Ausstellung bei der Vernissage am Freitag, 4. Mai, ab 19 Uhr ein und wird die vielfältige Schaffenskraft sowie die Besonderheit der Panhaus-Exponate herausstellen.

Die Ausstellung in der ProArte-Galerie ist zur Kunsttour im Kreis Heinsberg am Samstag, 5. Mai, von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag, 6. Mai, von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Ausstellungstage sind die Sonntage 13., 20. und 21. Mai, 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

(RP)
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