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Ausstellung in Erkelenz: Kunstwerke strahlen in neuem Licht

Ausstellung in Erkelenz : Kunstwerke strahlen in neuem Licht

Vier Künstlerinnen stellten Skulpturen und Bilder auf Haus Hohenbusch aus – mit Licht neu in Szene gesetzt. Thema war dabei auch der Kampf gegen den Klimawandel.

Sie weiß gar nicht ganz genau, wie lange sie die Gemeinschaftsausstellung Kunstlicht schon in Hohenbusch organisiert. Sechs oder sieben Jahre werden es wohl sein. Vier Künstlerinnen präsentierten jetzt einen bunten Querschnitt ihrer Werke, die angestrahlt durch Licht eine ganz neue Wirkung erhielten. Organisatorin Elke Bürger zeigte ihre farbenfrohen Arbeiten, die unter anderem Micky Maus darstellten.

Die Erkelenzerin, die ihr Atelier kürzlich nach Gerderhahn verlagert hat, holte zusätzlich die bunte Wanderausstellung „Crossart for Future“ nach Hohenbusch, mit der die Beteiligten ein kreatives Zeichen für den Kampf gegen den Klimawandel setzen wollen. Neben der Coronakrise sei der Klimawandel schließlich „das allseits beherrschende Thema in unserer Zeit“, sagte Bürger. Künstler könnten nicht nur helfen, auf das Problem aufmerksam zu machen, sie könnten auch mit ihrer Arbeit auch dazu beitragen, die Probleme zu überwinden, sagte Elke Bürger.

Jüngster Aussteller war der 15-jährige Floh Struck aus Düsseldorf. Der begabte Schüler aus der Landeshauptstadt, der von seinen Eltern nach Hohenbusch begleitet wurde, zeichnet vor allem Gesichter. „Voller Kraft und stürmischer Energie“, so Astrid Wolters bei ihrer Einführung in die Ausstellung, seien die Porträts des jungen Düsseldorfers, der sich nicht festlegen wolle auf Stil und Material. Auch Stoffe, Pflastersteine und Skateboards sind vor dem Zehntklässler nicht sicher, der einfach alles gerne bemalt und dabei verschiedenste Techniken beherrscht – Aquarell, Öl, Acryl, Kreidestifte, Bleistift.

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Den Kontrast zwischen Zerbrechlichkeit und Unzerstörbarkeit könne man bei Klaudia Hummen entdecken. Die Volkshochschuldozentin und diplomierte Designerin mit eigenem Atelier in Kempen verarbeitet vor allem einfaches Fensterglas. Aber auch Werkstoffe wie Stein oder Metall werden von der gebürtigen Polin verarbeitet. Wolters bescheinigte ihr die „Fähigkeit, mit dem Material Glas das Licht einzufangen, zu brechen, zu biegen und zu spiegeln“.

Die Kölnerin Anne Ruffert lasse, so Astrid Wolters weiter, „verwitterte Schönheiten neu leben“. Auf Acrylbildern sowie Fotografien rückt die Lehrerin natürliche Materialien in den Mittelpunkt – Sand, Marmormehl, Holzrinde, Äste, Kaffee und Papier kommen bei ihr ebenso zum Einsatz wie Wellpappe und Beton. Astrid Wolters lobt: „Die von der Künstlerin bei der Malerei verwendeten Naturtöne verdeutlichen zudem die Erdverbundenheit dieser Materialien und verleihen dem Betrachter freie wie poetische Interpretationsmöglichkeiten für die abstrakten Bilder.“