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Ausstellung in der "Neuen Mitte" Gerderath

Ausstellung in Gerderath : Kunst, die zusammenführt

Die aktuelle Ausstellung zeigt Fotografien von Helmut Heutz, Bilder des Jugendzentrums Cirkel sowie Kunstwerke und Arbeiten von Petra Casteel und der Gerderather Gruppe „KunstGeflecht“.

Mit der Vernissage zur inzwischen sechsten Ausstellung in der „Neuen Mitte“ von Gerderath lockte Initiator Helmut Heutz erneut viele Besucher und Kunstliebhaber in das Gebäude an der Schulstraße, welches die Tagespflege Lambertus und die betreute Wohngemeinschaft der Caritas beherbergt. Die aktuelle Ausstellung präsentiert auf drei Etagen die Werke von gleich vier kreativen Akteuren, die allesamt nicht nur durch ihre Leidenschaft zum Gestalten und zur Kunst vereint werden, sondern auch durch ihren innigen Bezug zu Gerderath – stammen sie doch alle selbst aus dem Ort.

Im Eingangsbereich warteten besonders fröhliche und bunte Kunstwerke von jungen Künstlern des evangelischen Kinder- und Jugendzentrums Cirkel auf die neugierigen Blicke der Besucher: Rund zehn Jugendliche ab 14 Jahren hatten auf alten Deckenplatten des Zentrums großflächige Malereien und Kollagen gefertigt, die Gedanken und Gefühle zum Thema Freundschaft und Freizeit zum Ausdruck brachten. Dem Motto „Faires Jugendhaus“ entsprechend griffen sie dabei auf vorhandene Materialien zurück und gaben alten Dingen eine neue Bestimmung. Egal ob Spachtel- oder Spritztechnik, ob individuelles Bild oder Gemeinschaftswerk, alle Gemälde versprühen Lebensfreude und entstanden aus dem Drang der Jugendlichen, ihrem Lebensraum im Jugendzentrum eine persönliche Note zu verleihen. Cirkel-Leiterin Mona Bobrow war sichtlich stolz auf die Arbeit ihrer Schützlinge.

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Des Weiteren hatte die Tagespflege Lambertus im Erdgeschoss ihre Türen für Besucher geöffnet. Leiterin Sarah Over informierte über die Räume, Angebote und Arbeitsweisen, die das tägliche Leben der Gäste in der Tagespflege ausmachen. Zudem wurden die Werkstücke und Handarbeiten der Gäste zum Verkauf ausgestellt, die dort regelmäßig entstehen, diese reichten von selbstgekochter Marmelade über Holzdekorationen bis zu Näharbeiten.

In der ersten Etage waren originelle Porträtaufnahmen von Helmut Heutz zu bewundern, die die Bewohner und Betreuer der von der Caritas geführten Einrichtung „Betreutes Wohnen“ in kreativen und witzigen Posen zeigten und vielen Betrachtern ein Schmunzeln entlockten. Diese charmanten Bilder „teilten“ sich die Bühne mit einigen Bildern der Gerderather Gruppe „KunstGeflecht“ und den Ton- und Keramikarbeiten von Petra Casteel, die die Faszination mit dem jahrtausendealten Werkstoff in Workshops und Kursen weitergibt.

Die oberste Etage war ganz den Gemälden von „KunstGeflecht“ gewidmet. Einige der ausgestellten Bilder waren erst vor Kurzem in China gezeigt worden, da „KunstGeflecht“ am deutsch-chinesischen Kulturaustausch mit der Stadt Weihei teilgenommen hatte.

Im Gebäude sind im zwei- bis dreimonatigen Wechsel immer neue Ausstellungen zu sehen. „Ziel ist es, vor allem den Gerderather Künstlern einen Raum und eine Plattform zu geben – es gibt so viele, die malen und fotografieren“, erklärte Heutz. Er dankte vor allem der Familie Dahmen, die diese Ausstellungen erst möglich macht. Heutz treibt außerdem das Bestreben an, Jung und Alt an diesem Ort zusammenzuführen. Ganz besonders preist er die Übereinkunft mit der Gerderather Grundschule und die gemeinsamen Aktionen, die immer wieder aus diesem Bündnis hervorgehen. So besuchen die Grundschüler regelmäßig die Bewohner und die Gäste der Lambertus-Tagespflege, um gemeinsam zu spielen und zu singen. „Die Tagespflege, die Caritas und die Schule gehen Hand in Hand, die Menschen sind hier allesamt gut aufgehoben und dieses Miteinander finde ich toll“, lobte Heutz.