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Auf Vox: Erkelenzer Koch Alexander Wulf spricht über Anfeindungen

Erkelenzer Sternekoch : Russischstämmiger Koch Alexander Wulf spricht über Anfeindungen

Im Format „Voxstimme“ hat der Sternekoch am Montagabend deutlich gemacht, dass die vielen Menschen mit russischen Wurzeln in Deutschland nichts für den Krieg können. Alle hätten doch eine gemeinsame Botschaft, sagte Wulf.

Dass der Erkelenzer Sternekoch Alexander Wulf aufgrund seiner russischen Wurzeln derzeit im Internet angefeindet wird, hatte er schon in der vergangenen Woche bekanntgegeben, nachdem sein Restaurant „Troyka“ in Immerath Kostenpflichtiger Inhalt mit dem Michelin-Stern ausgezeichnet worden war.

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Am Montagabend hat Wulf (41) vom TV-Sender Vox zur besten Sendezeit um 20.13 Uhr im Format „#Voxstimme“ die Möglichkeit erhalten, noch einmal auf den Hass aufmerksam zu machen, mit dem momentan aufgrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine viele russischstämmige Menschen in Deutschland konfrontiert werden. „Ich habe einen deutschen Pass, Herrn Putin habe ich nicht gewählt. Es ist ein Krieg, den ich zutiefst verurteile“, sagte Wulf.

Mit ukrainischen Kollegen habe er sich früher über das Kochen ausgetauscht, in jetzigen Gesprächen gehe es darum, „ob die und ihre Familien den Tag überleben“. Die schrecklichen Geschehnisse in der Ukraine seien keine Rechtfertigung, dass nun in Deutschland Russischtstämmige „für einen Krieg verantwortlich gemacht werden, den sie nicht wollen“.

Nachdem der Koch die Anfeindungen öffentlicht machte, habe ihn aber „eine Welle der Liebe“ erreicht, für die er sehr dankbar sei. „Hass bringt nur Verlierer mit sich“, sagte Wulf. Alle hätten eine gemeinsame Botschaft: „Wir wollen Frieden.“