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Astrid-Lindgren-Schule​: Erkelenzer Schüler erkunden ihre Heimat​

Astrid-Lindgren-Schule : Erkelenzer Schüler erkunden ihre Heimat

Im Rahmen einer Projektwoche lernten die Grundschüler ihre Stadt besser kennen. Was sie beim Müllsammeln fanden und was sie von Bürgermeister Stephan Muckel unbedingt wissen wollten.

(dg) Mit Stadtführer Heinz Musch Streifzüge durch die nähere Umgebung unternehmen, das Schulgelände und den Grüngürtel der Erka-Stadt vom Müll befreien: In enger Kooperation mit dem Heimatverein der Erkelenzer Lande fand an der Astrid-Lindgren-Schule jetzt die Projektwoche "Heimat" statt.

Für die 180 Mädchen und Jungen standen dabei zahlreiche Aktionen auf dem Stundenplan. Sie pflanzten farbenfrohe Geranien und Dahlien im nahe gelegenen Ziegelweiherpark, legten auch eine bunte Blumenwiese für Insekten an.

Als die Erkelenzer Grundschüler ihr Umfeld von Unrat und achtlos Weggeworfenem befreiten, gab es viel Lob von Passanten. Ausgerüstet mit den speziellen Zangen des städtischen Bauhofs sowie Handschuhen und Säcken, die der Förderverein zur Verfügung gestellt hatte, stießen sie unter anderem auf Schuhe, einen Reisekoffer sowie einen Einkaufskorb aus Plastik. Den Blick der Kinder für Umwelt und Heimat schärfen - so formuliert Schulleiterin Katrin Meyersieck das vorrangige Ziel der Projektwoche.

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Bürgermeister Stephan Muckel empfing die Grundschüler im großen Sitzungssaal des Rathauses, zeigte ihnen eine kindgerechte Präsentation ihrer Heimatstadt und erlaubte Fragen über die Mikrofonanlage. "Ist es schön, Erkelenzer Bürgermeister zu sein?" wollten die jungen Besucher vom Verwaltungschef wissen. Er bereue seine Entscheidung nicht, sich zur Wahl zu stellen, erklärte der Erste Bürger. Und wollte er denn immer schon Bürgermeister werden? Das habe sich so entwickelt, verriet Muckel, der vorher Erster Beigeordneter der Gemeinde Titz war.

Dass auf dem Franziskanerplatz früher Vieh verkauft wurde, erfuhren die kleinen Projektteilnehmer von Heinz Musch. Der Stadtführer, seit 15 Jahren pensionierter Schulleiter der benachbarten Franziskus-Schule, zeigte den Kindern bei einem kulturhistorischen Rundgang unter anderem die altehrwürdige Burg sowie Überreste der früheren Stadtmauer.

Im Gangelter Hochwildfreigehege lernten die Astrid-Lindgren-Schüler weiße Wölfe, kleine Kängurus, Ziegen, Esel und Rothirsche kennen. Im dazu gehörigen Reptilienhaus wurden die jungen Besucher aus Erkelenz von einem Leguan erwartet. Ein Ausflug in den Jülicher Brückenkopfpark, Bastelwerkstatt und das Erstellen der Steckbriefe für heimische Tiere gehörten ebenfalls zur Projektwoche "Heimat".