1. NRW
  2. Städte
  3. Erkelenz

Arbeitsmarkt im Kreis Heinsberg geht positiv in zweite Jahreshälfte

Quoten, Zahlen, Perspektiven : Arbeitsmarkt geht positiv aufs Jahresende zu

Die Arbeitslosenquote pendelt sich im Kreis Heinsberg bei knapp über 5 Prozent ein. Zum Jahreswechsel waren es noch fast 6 Prozent.

Nachdem die Arbeitslosigkeit in Erkelenz im Frühjahr eine leichte Tendenz nach oben aufgewiesen hatte und die Arbeitslosenquote in Richtung von fünf Prozent gestiegen war, hat sich diese jetzt wieder bei unter 4,5 Prozent eingependelt. Das geht aus Zahlen hervor, die am Donnerstag von der Agentur für Arbeit veröffentlicht wurden. Positiv veränderte sich auch der Wert für Hückelhoven, wo die Quote zum Jahreswechsel bei 7,2 Prozent gelegen hatte, sich nun aber seit drei Monaten bei nur noch knapp über sechs Prozent bewegt.

Die Arbeitsagentur berechnet Arbeitslosenquoten für Kommunen mit mehr als 15.000 zivilen Erwerbspersonen. Den besten Wert erreicht hierunter derzeit im Kreis Heinsberg, der für August selbst eine Gesamtquote von 5,2 Prozent aufweist, die Stadt Wegberg mit 4,3 Prozent. Erkelenz liegt bei 4,4 Prozent, Heinsberg bei 5,7 Prozent und Hückelhoven bei 6,4 Prozent.

Aktuell sind im Kreis Heinsberg 7027 Menschen ohne Arbeit, was 434 Personen weniger als vor einem Jahr sind. In Erkelenz wurden im August 1079 Jobsuchende registriert (Vorjahr 1118), in Hückelhoven 1364 (1440), in Wegberg 533 (563) und in Wassenberg 652 (728). Im Vergleich zum Vormonat stieg die Arbeitslosigkeit jedoch allenthalben, was Doris Schillings, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Aachen-Düren, am Donnerstag gleichermaßen erklärte wie einordnete: „Der Arbeitsmarkt insgesamt ist weiter in guter Verfassung. Die Arbeitslosigkeit ist im August jahreszeitlich bedingt weiter angestiegen. Hauptursache ist die anhaltende Sommerpause. In den kommenden Monaten wird sich die Zahl der Arbeitslosen wieder regulieren. Viele junge Menschen beginnen Anfang September mit der Berufsausbildung. Junge Fachkräfte, die nach Abschluss der Ausbildung keine unmittelbare Anschlussbeschäftigung gefunden haben, bekommen dann ihre Beschäftigungschancen. Die Wirtschaft stellt erfahrungsgemäß nach den Sommerferien verstärkt ein und hat ein hohes Interesse an jungen, aktuell qualifizierten Mitarbeitern.“

 Doris Schillings, Geschäftsführerin der Arbeitsagentur Aachen-Düren.
Doris Schillings, Geschäftsführerin der Arbeitsagentur Aachen-Düren. Foto: Michael Heckers
  • Die Arbeitslosenzahlen sind gestiegen (Archivbild).
    Kreis Wesel : Sommerloch lässt Arbeitslosigkeit im Kreis steigen
  • Wirtschaft im Rhein-Kreis Neuss : Arbeitslosenquote mit leichtem Anstieg
  • Marcus Weichert leitet seit Anfang April
    Arbeitsmarkt : Arbeitslosigkeit steigt leicht an

Gesucht werden aber auch weiterhin junge Menschen, die eine Ausbildung beginnen wollen. Im Kreis Heinsberg sind aktuell noch 343 Stellen unbesetzt. Zugleich suchten im August allerdings auch noch 371 Bewerber eine zu ihnen passende Ausbildung. Für sie sei der Zug längst nicht abgefahren, sagte Schillings, die in der Region Aachen, Heinsberg und Düren insgesamt noch 1380 Ausbildungssuchende verzeichnet: „Diese Jugendlichen haben dann noch Chancen, wenn sie in der Berufswahl flexibel und räumlich mobil sind. Insgesamt haben wir noch 1687 freie Ausbildungsstellen gemeldet. Wir suchen Lösungen, für die noch unversorgten jungen Menschen wie auch für die vielen Betriebe, die im Wettbewerb um die Talente ihre Ausbildungsstelle noch nicht besetzen konnten.“