1. NRW
  2. Städte
  3. Erkelenz

Erkelenzer Land: Appell für schnelles Internet erneuert

Erkelenzer Land : Appell für schnelles Internet erneuert

Der Landrat des Kreis Heinsberg, Stephan Pusch, hat Sorgen um den Fortschritt bei Glasfasernetz-Ausbau. Pusch sieht Gefahr für Daseinsvorsorge in etlichen Orten.

Mit einem eindringlichen Appell wenden sich Stephan Pusch, der Landrat des Kreises Heinsberg, und Joachim Steiner, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, an eine ganze Reihe von Orten im Kreisgebiet. Sie werben neuerlich dafür, sich der kreisweiten Glasfaser-Initiative anzuschließen, damit irgendwann der Kreis Heinsberg möglichst flächendeckend mit schnellem Internet versorgt ist. In einem Brief erklären Pusch und Steiner, dass "Teile des Kreises im Begriff sind, eine Chance zu verpassen, die so schnell nicht wiederkommt".

Bis Ende 2014 werden die Haushalte in jedem Ort gefragt, ob man sich an das neue, schnelle Internet anschließen möchte. Wo 40 Prozent der Haushalte dafür stimmen, wird ausgebaut. 41 von 42 Ortslagen im Kreisgebiet haben das in den Phasen eins und zwei geschafft. "In der jüngsten Befragung hingegen, die offiziell am 2. Juni endete, blieben viele Ortslagen zum Teil weit hinter den 40 Prozent zurück und laufen Gefahr, nicht angeschlossen zu werden." Dazu gehören unter anderem Gerderath, Fronderath, Granterath, Kückhoven, Brachelen, Doveren, Hilfarth, Kleingladbach, Birgelen, Klinkum, Bischofshütte und Wegberg/Beeck. "Dabei geht es hier — wie bei kaum einem anderen Thema — um Zukunftssicherung für das Leben, Wohnen und Arbeiten im Kreisgebiet", schreiben Pusch und Steiner.

Die Ausbaugebiete der Phase drei haben jetzt eine Fristverlängerung bis zum 15. Juli erhalten, um die 40-Prozent-Beteiligung zu erreichen. "Wir appellieren deshalb — aus der neutralen Warte der Daseinsvorsorge und des Gemeinwohls für den Kreis Heinsberg — an die Einwohner im Kreis Heinsberg, mit zum Entstehen der flächendeckenden Glasfaser-Infrastruktur beizutragen, indem sie sich zumindest auf eine zweijährige Probezeit einlassen." In den meisten Fällen werde nicht mehr als jetzt für Internet und Telefon bezahlt, haben der Landrat und der Wirtschaftsförderer errechnet. "Die Bürger erhalten den Anschluss ans Glasfasernetz kostenfrei." Habe das Glasfasernetz nach zwei Jahren nicht überzeugt, könne jeder Haushalt "problemlos wieder auf den Kupferkabelanschluss zurückwechseln".

(RP/rl)