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Erkelenz: An der Burg zurück ins Mittelalter

Erkelenz : An der Burg zurück ins Mittelalter

Rund um die Burg ist der Verein Freunde der Burg Erkelenz sehr aktiv. Viel ist bereits geschehen, viel ist noch geplant – so etwa der mittelalterliche Adventsmarkt am zweiten Adventswochenende. Ein langfristig großes Ziel ist die Sanierung des Burgdaches. Dafür fehlen noch 50 000 Euro.

Rund um die Burg ist der Verein Freunde der Burg Erkelenz sehr aktiv. Viel ist bereits geschehen, viel ist noch geplant — so etwa der mittelalterliche Adventsmarkt am zweiten Adventswochenende. Ein langfristig großes Ziel ist die Sanierung des Burgdaches. Dafür fehlen noch 50 000 Euro.

In der Burg fühlt sich Peter Fellmin besonders wohl. Der Vorsitzende des 2009 gegründeten Vereins Freunde der Erkelenzer Burg verbringt mit seinen Mitstreitern dort viel Zeit, um das jahrhundertealte Stück Erkelenz wieder in Schuss zu bringen.

Schon viel passiert ist in den alten Gemäuern, angefangen bei den Reinigungsarbeiten und beim enormen Aufwand des Grünschnitts. Viel Arbeit versprach auch die komplette Sanierung der Toilettenanlage, die vom Burghof aus begehbar ist. Nur die Sanierung des WC-Daches fehlte noch, doch auch das ist nun erledigt, wie Fellmin erfreut sagt. Das Dach war eine Spende des Erkelenzer Dachdeckerunternehmens Schmidt.

"Frisch renoviert ist auch die Treppe, die zum Wehrgang führt. Diese Treppe war längst nicht mehr sicher. Das Holz wird in Kürze noch imprägniert", sagt Fellmin. Zu seinen Visionen zählt, die Burg wieder so herzustellen, wie sie vor Jahrhunderten ausgesehen haben könnte. Die bereits bestehenden Mauern rund um den Burghof würde er gerne noch weiter aufstocken, "denn sicher ist, dass es keine Burg ohne Mauern gab," sagt Fellmin. Dazu entstehen können kleine Gebäude im Stil des 15. Jahrhunderts, die als Lagerräume genutzt werden können. Bei all' den Maßnahmen lobt Fellmin die gute Zusammenarbeit mit der Stadt.

Wunsch: eine Aussichtsplattform

Irgendwann müssen die Freunde der Burg mal ganz nach oben, denn das Dach der Burg muss auch erneuert werden. Fellmin: "Hier fehlen noch 50 000 Euro." Fellmin stellt sich oben eine richtige Aussichtsplattform vor, die dem Besucher den Blick nach Norden, Süden, Osten und Westen weist. Der Verein braucht also Ideen, wie das Geld zusammenkommt. Etwa über Spenden, denn die Burg wird für private Feste und Empfänge genutzt. Dabei helfen die Vereinsmitglieder ehrenamtlich mit, während die Gastgeber als Dank für die Nutzung eine Spende hinterlassen.

Zu den Ideen zählt etwa der mittelalterliche Adventsmarkt, der am zweiten Adventswochenende stattfinden soll. Verschiedene Ritterschaften und Marktbeschicker werden rund um die Burg für ein tolles Programm sorgen, auch für Kinder wird es Aktionen geben. Bis dahin wird Künstlerin Christa Hammermeister im Kaminzimmer ein mittelalterliches Wappen gezeichnet haben. Peter Fellmin freut sich auf ein schönes und familiäres Wochenende: "Es soll eine Bereicherung für die Stadt sein." Das DRK wird für einen barrierefreien Zugang zum Burghof sorgen. Zur Eröffnung der Burgkirmes im September will der Verein schon mal die Werbetrommel rühren.

Im September erwarten die Freunde der Burg Besuch eines Unternehmens aus München, das sich angeboten hat, kostenlos mit speziellen hochmodernen und empfindlichen Geräten den Bereich unter der Burg zu erkunden. Ob sich dabei unterirdische Gänge offenbaren, wird sichherausstellen. Die Ergebnisse werden auf alle Fälle der Unteren Denkmalbehörde zur Verfügung gestellt.

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